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Nordisches Essen auf Rädern

Ein halbes Jahr hat es gedauert, nun ist der Food-Truck von Quentin Lachat und John Revilla startklar. Ihre Spezialität: Smörrebröd.

Quentin Lachat (links) und John Revilla sind ab dieser Woche mit dem Food-Truck unterwegs.
Quentin Lachat (links) und John Revilla sind ab dieser Woche mit dem Food-Truck unterwegs.
Franziska Rothenbuehler
Die beiden Köche haben sich bei der Arbeit im Berner Restaurant Haberbüni kennen gelernt.
Die beiden Köche haben sich bei der Arbeit im Berner Restaurant Haberbüni kennen gelernt.
Franziska Rothenbuehler
Die Spezialität von Arisst: Smörrebröd.
Die Spezialität von Arisst: Smörrebröd.
zvg
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Es ist ein imposantes Gefährt, das sich Quentin Lachat und John Revilla angeschafft haben. Sechseinhalb Tonnen schwer ist der ehemalige Militärtransporter aus Deutschland, den die beiden zu einer mobilen Küche haben umbauen lassen. Letzten Oktober haben sie mit der Planung für ihren Food-Truck begonnen, vergangene Woche konnten sie ihn endlich abholen. «Wir haben eine ganze Restaurantküche einbauen lassen, wo wir künftig kochen werden», sagt John Revilla.

Kennen gelernt haben sich die Köche, als sie im Berner Restaurant Haberbüni zusammen am Herd standen. «Und das hat sofort harmoniert», sagt Quentin Lachat. Der 22-jährige Berner hat in der Haberbüni seine Lehre absolviert und kehrte nach Stationen unter anderem im Palace Gstaad, in Ascona bei Ivo Adam oder in New York im bekannten Restaurant Nomad wieder zurück nach Bern.

Zwei Männer, ein Traum

Quentin Lachat und sein fünfzehn Jahre älterer Kollege John Revilla begannen sich über eine Zusammenarbeit als Selbstständige in einem eigenen Projekt zu unterhalten. Revilla, der vor zwölf Jahren aus Peru in die Schweiz gekommen war und in Worb seine Kochlehre gemacht hatte, war dafür genauso zu begeistern wie Lachat. Auf die Idee, Essen auf Rädern zu servieren, seien sie schnell gekommen. «Der Traum war derselbe.»

Und so gründeten sie die Firma «Artisst». Den Namen könne man auf verschiedene Arten interpretieren. «Die Kunst des Essens, die Kunst und das Essen verbinden oder kunstvolles Essen kreieren etwa», zählen die beiden auf. Und doch: Was ist der Reiz daran, in eine Branche einzusteigen, die im Moment dermassen boomt, dass man das Gefühl hat, monatlich würde aus jeder Berner Ecke ein neuer Food-Truck auftauchen? «Klar, das Konzept muss einzigartig sein, sonst macht es wenig Sinn», sagt Lachat.

Am Mittag ein Smörrebröd

Aus diesem Grund orientieren sich die Köche an der nordischen Küche. Sie bieten an verschiedenen Standorten über den Mittag die dänische Spezialität Smörrebröd an. «Die Scheibe Sauerteigbrot ist quasi unser Teller, den wir mit den unterschiedlichsten Zutaten belegen können.» Revilla und Lachat wollen regionale und saisonale Zutaten verwenden. «Wir werden zum Beispiel nicht unbedingt Lachs, sondern einen heimischen Saibling verarbeiten.» Weiter wird ein Landwirt die Köche mit Biogemüse versorgen. Am Ende werde das Smörrebröd aussehen wie ein offenes Sandwich.

Neben ihrem Food-Truck, mit dem sie das Mittagsgeschäft abdecken, bieten die beiden Berner abends Caterings an oder sind als Köche bei Privatanlässen, Familien- oder Firmenfeiern zugegen. Angefangen damit haben sie unter anderem auch, um die Finanzierung des Trucks sicherzustellen. Der sechsstellige Betrag, den sie dafür benötigten, ist über eine Crowdfunding-Plattform zustande gekommen.

Und jetzt, da Quentin Lachat die Lastwagenführer-Prüfung erfolgreich bestanden hat, steht dem Projekt «Artisst» nichts mehr im Weg. Ab dieser Woche sind die Köche mit ihrem Gefährt unterwegs – wo sie jeweils stehen werden, wissen sie noch nicht genau. «Wir halten Ausschau nach attraktiven Standplätzen», sagt John Revilla.

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