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Nur sechs dürfen Nein zum Naturpark sagen

Sechs Gemeinden dürfen zum Regionalen Naturpark Gantrisch Nein sagen – wenn sie am Rande des Parkgebiets liegen.

In Toffen scheint der Regionale Naturpark Gantrisch die Bevölkerung nur wenig zu interessieren. Knapp 20 Leute kamen zum Informationsanlass des Fördervereins Region Gantrisch, der Trägerschaft des Parks. Toffen ist eine der Gürbetaler Gemeinden, die bis Ende Jahr über einen Beitritt zum Naturpark abstimmen wird. «Der Gemeinderat ist für ein Ja», sagte Gemeindepräsident Hans Koller (SVP). Dies auch, um mit Region Gantrisch innerhalb der Regionalkonferenz Bern-Mittelland gemeinsame Interessen besser vertreten zu können.

Minus 80 Quadratkilometer

28 Gemeinden stimmen ab November an ihren Gemeindeversammlungen über den Park ab, den Fördervereinspräsident Peter Krähenbühl am Dienstagabend in Toffen präsentierte. «Was geschieht, wenn eine Gemeinde Nein sagt?», wollte ein Gürbetaler wissen. «Wenn es eine Gemeinde am Rand des Parks ist, kommt das Projekt trotzdem zu Stande», sagte Krähenbühl. Dann würde bloss das Parkgebiet verändert. Doch höchstens sechs dieser Gemeinden dürfen Nein sagen, damit es doch einen Naturpark im Gantrischgebiet gibt. Ausserdem darf die Gesamtfläche, die verloren ginge, nicht grösser als 80 Quadratkilometer sein. Der Park, wie er vorgesehen ist, soll eine Fläche von 400 Quadratkilometern fassen. 33'500 Einwohner leben in diesem Gebiet.

Drei bis fünf Vollzeitstellen

Anders sieht es aus, wenn eine Gemeinde Nein sagt, die sich im Innern des vorgesehenen Parks befindet. «Der Park muss ein zusammenhängendes Gebiet sein», so Krähenbühl, «ein Emmentalerkäse geht nicht.» Falls also eine Gemeinde im Inneren Nein sagt, auch wenn es nur eine kleine Gemeinde ist, wäre das Parkprojekt «nicht verloren, aber gefährdet». Wahrscheinlich würde der Förderverein dann einen Wiedererwägungsantrag an diese Gemeinde stellen.

Zurzeit ist mit organisatorischen Fragen des Parks ein Planungsbüro beauftragt. Aufgaben wie Buchhaltung und Sekretariat sollen im künftigen Park aber intern ausgeführt werden. «Wir werden drei bis fünf Vollzeitstellen für die Parkorganisation schaffen», so Krähenbühl.

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