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Parlament macht den Weg für Kita-Betreuungsgutscheine frei

Die Vorgabe des Kantons wird umgesetzt: Ab nächstem August können Eltern in Kitas Betreuungsgutscheine beziehen und einsetzen.

Ab August 2020 können Eltern in Muri Betreuungsgutscheine in Kindertagesstätten beziehen und einsetzen.
Ab August 2020 können Eltern in Muri Betreuungsgutscheine in Kindertagesstätten beziehen und einsetzen.
Monika Skolimowska, Keystone

Eltern, die ihre Kinder während der Arbeit betreuen lassen müssen, können dafür ab dem nächsten August Betreuungsgutscheine beziehen und diese in einer frei wählbaren Kita einsetzen. Das hat das Gemeindeparlament gestern Abend beschlossen und so eine Vorgabe des Kantons ein Jahr vor dem letzten Termin umgesetzt.

Gleichzeitig legte es über das entsprechende Reglement auch fest, dass die Plätze nicht kontingentiert werden. Zumindest so lange nicht, wie sich die Kosten im Rahmen der geschätzten 200'000 Franken im Jahr halten, wie in der Debatte festgehalten wurde: Sollten sie überborden, könne man auf den Entscheid zurückkommen.

In der Debatte gab vor allem die Zukunft der gemeindeeigenen Kita zu reden. Sie muss sich im neuen, für Muri von vornherein mit Mehrkosten verbundenen Modell dem freien Wettbewerb stellen.

Deshalb hat der Gemeinderat die Erwartung formuliert, dass sie künftig kostendeckend geführt wird. Aktuell schreibt sie bei jährlichen Ausgaben von 1,8 Millionen rund 75'000 Franken Defizit.

Gerade bei der Ratslinken löste dies Ängste aus. Die Kita werde so in der heutigen Art ohne einschneidende Massnahmen kaum überleben können. Gemeinderat Martin Häusermann (Forum) entgegnete, die Kita werde zwar in eine Spezialfinanzierung ausgegliedert, bleibe der Gemeinde aber unterstellt. Damit werde sie auch in Zukunft keine Dumpinglöhne zahlen. Allenfalls werde man die Tarife erhöhen, die sich zurzeit an der unteren Grenze bewegten.

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