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Parlament zeigt Härte

Die Musikschule Köniz erhält zwar mehr Geld, aber nur als Darlehen.

So richtig aufatmen kann die Könizer Musikschule nicht: Die Institution mit ihren total über 80 Lehrern und 1400 Kindern, die zuletzt in finanzielle Schwierigkeiten geschlittert ist, erhält von der Gemeinde zwar mehr Geld als eigentlich vorgesehen. So gross, wie erhofft und vom Gemeinderat beantragt, fällt der Zustupf aber nicht aus.

Letzterer hatte gefordert, dass für die kriselnde Musikschule total 375'000 Franken gesprochen werden sollen. Dieser Zustupf besteht einerseits aus zwei Nachkrediten von je 125'000 Franken für die bereits genehmigten Budgets aus dem laufenden sowie dem kommenden Jahr. Und andererseits aus einem geschenkten Darlehen von nochmals 125'000 Franken, das die Gemeinde der Schule letztes Jahr in der Not gewährt hatte. Nun wollte der Gemeinderat auf die Rückzahlung verzichten.

Das Parlament wollte jedoch nicht mitmachen. «Der Gemeinderat verlangt ein bisschen gar viel Goodwill», befand Markus Willi von der SP. Und auch die anderen Parteien kritisierten den beabsichtigten Geldsegen. Zwar stellte niemand in Frage, wie wichtig die Musikschule für die Gemeinde sei und dass es «keine Option ist, sie untergehen zu lassen», wie es Dominic Amacher von der FDP formulierte. Dennoch wollte man der Schule, der man in der Vergangenheit immer wieder finanziell unter die Arme gegriffen hatte, nicht einfach so bedingungslos Geld sprechen.

Mit diversen Änderungsanträgen versuchte das Parlament, die finanzielle Unterstützung an gewisse Bedingungen zu knüpfen. Dies mit folgendem Resultat: Statt, wie vom Gemeinderat gefordert, auf die Rückzahlung des Darlehens zu verzichten, beschloss das Parlament eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist bis im Frühling 2020. Damit will das Könizer Parlament den Druck auf die Musikschule aufrecht halten. Auch die geforderten Nachkredite hat das Parlament nicht als solche gesprochen, sondern nur in Form von Darlehen bewilligt. Es erteilte dem Gemeinderat zudem den Auftrag, das Parlament auf dem Laufenden zu halten.

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