Zum Hauptinhalt springen

«Prekäre Zustände legalisieren»

Seit Sonntag besetzt ein Kollektiv die Kleine Schanze und fordert ein Bleiberecht für abgewiesene Flüchtlinge und Sans-Papiers. Zwei Betroffene erzählen, warum sie sich mitten in der Stadt mit ihrer Botschaft exponieren.

«Regularisieren heisst Menschenwürde verleihen», sagt Sadou Bah, ein Papierloser aus dem westafrikanischen Guinea. Er engagiert sich seit dessen Anfängen 2007 im Bleiberecht-Kollektiv, das seit Sonntag einen Teil der Kleinen Schanze besetzt. Auf Flugblättern und Transparenten fordert das Kollektiv ein Bleiberecht für abgewiesene Flüchtlinge und die geschätzten 100'000 Sans-Papiers in der Schweiz.

Sadou Bah lebt seit über sieben Jahren in der Schweiz. Er erzählt in sorgfältig gewählten Worten. «Viele Sans-Papiers leben in grosser Angst und werden immer unsicherer.» Es sei schwierig, solche Menschen für Aktionen zu mobilisieren. Selber mag er sich nicht verstecken. Er schöpfe den Mut dazu aus ständiger Beschäftigung. Ob bei der Zürcher Asylkoordination, für Hilfswerke oder in der Autonomen Schule Zürich: «Es fühlt sich so gut an, etwas Sinnvolles zu machen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.