Protestmarsch für eine Bar am Egelsee

Bern

Rund 500 Personen haben am Freitagabend an einem Protestmarsch am Egelsee teilgenommen. Die Organisatoren wollten damit zeigen, dass es ein Café am See braucht.

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Stefan Schnyder@schnyderlopez

Der Protestmarsch vom Freitagabend war auch eine Aktion gegen die IG Egelsee, welche keinen Gastrobetrieb am See will. Auslöser der neuesten Auseinandersetzung ist ein Baugesuch von Stadtgrün Bern. Diese Verwaltungseinheit der Stadt hatte beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland ein Baugesuch um Umnutzung des früheren Entsorgungshofes in eine Kaffeebar mit einer Aussenbewirtungsfläche gestellt. Die Umnutzung sollte auf fünf Jahre befristet werden.

Lärm für die Bar am Egelsee. Video: Manuel Zingg

Mitte Februar hat Regierungsstatthalter Christoph Lerch die Bewilligung erteilt und sie auf fünf Jahre befristet. Er legte eine maximale Zahl von 24 Aussensitzplätzen fest und verhängte ein Take-away-Verbot. Mit diesen Auflagen erachtete Lerch die befürchteten Immissionen als nicht übermässig und die beantragten Öffnungszeiten der Aussenfläche bis 23 Uhr als vertretbar.

Einsprache der Stadt

Letzte Woche gab es eine weitere überraschende Wende in dieser langen Geschichte: Die Stadt gab bekannt, dass sie gegen den Entscheid von Regierungsstatthalter Lerch Einsprache erhoben hat. Ihr missfällt die Begrenzung auf 24 Aussensitzplätze, weil es damit nicht möglich sei, den Betrieb wirtschaftlich zu führen. Auch das Take-away-Verbot will sie von der nächsten Instanz überprüfen lassen.

Auch die IG Egelsee hatte gegen die Bewilligung des Regierungsstatthalters Einsprache erhoben. Allerdings aus einem gegenteiligen Grund: Sie will keinen Gastrobetrieb am Egelsee. Umstritten ist, wie repräsentativ die IG Egelsee für das Quartier ist. Mitgliederzahlen gibt sie nicht bekannt.

Berner Zeitung

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