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Sie betreiben jetzt den beliebten Container im Liebefeld-Park

Ab dem 1. April herrscht wieder Leben im Liebefeld-Park. Michele Graniello und Andreas Krüger haben den beliebten Bar-Campo-Container gekauft und starten mit neuem Namen in die nächste Outdoor-Saison.

Michele Graniello (l.) und Andreas Krüger übernehmen die Schiffscontainer-Bar im Liebefeld-Park.
Michele Graniello (l.) und Andreas Krüger übernehmen die Schiffscontainer-Bar im Liebefeld-Park.
Raphael Moser

Noch hat sich der Frühling in unseren Breitengraden nicht definitiv entschieden. Zügig bläst der Wind an diesem Morgen durch die Schilfhalme am Rand des kleinen Sees im Liebefeld-Park.

Das Wasser kräuselt sich, so, als würde es selber ein wenig schaudern. Michele Graniello und Andreas Krüger schauen zum Himmel. «Das wird bald vorbei sein», sagt Graniello, in seiner Stimme schwingt Zuversicht mit.

Und das ist auch gut so, denn am 1. April wollen die beiden Gastronomen im Park in ihre erste Saison starten. Letzten Herbst, nach dem dritten Jahr im Liebefeld, beschlossen die vorherigen Betreiber der beliebten Bar Campo, das Beizli nicht mehr weiterzuführen. Sie bemühten sich um Nachfolger, die ihr Konzept im Grossen und Ganzen übernehmen würden.

«Die Idee, zusammen etwas auf die Beine zu stellen, haben wir eigentlich schon lange», sagt Michele Graniello. Als der Besitzer der Piazza-Bar am Hirschengraben angefragt wurde, ob er sich vorstellen könnte, im Liebefeld-Beizli zu wirten, habe er deshalb nicht lange gezögert und seinen langjährigen Kollegen Andreas Krüger mit ins Boot geholt. Dieser führte zuletzt das Berner Restaurant Krone, die beiden kennen sich aber von ihrer langjährigen Tätigkeit in der Markthalle.

Neuer Name, mehr Personal

Gesagt, getan: Den Vorgängern wurde der Container samt Inhalt abgekauft. «Und ja, er wird auch in Zukunft blau bleiben», meint Krüger mit einem Schmunzeln. Nicht alles wird aber gleich weitergehen wie in den letzten Jahren. «Wenn man zu uns kommt, soll man einerseits die guten Erinnerungen an die Bar Campo haben, dennoch wollen wir keine Kopie davon sein», erklärt Michele Graniello.

«Wenn man zu uns kommt, soll man einerseits die guten Erinnerungen an die Bar Campo haben, dennoch wollen wir keine Kopie davon sein.»

Michele Graniello, Neuer Besitzer der Bar «Raum und Zeit»

Der gewichtigste Unterschied wird die Namensänderung sein. «Raum und Zeit» wird die Bar neu heissen. «Wir haben hier so viel Raum, wo man sich eine Auszeit nehmen kann und soll», so der 36-Jährige und zeigt mit einer ausladenden Bewegung auf die Wiese neben dem Container, auf die Treppen vor dem kleinen See und auf den Kiesplatz im Hintergrund.

Damit die Besucher nicht nur einmal im Liebefeld-Park verweilen, setzen Graniello und Krüger auf ein grösseres Team als bisher. «Gerade mit der Doppelbelastung in der Piazza-Bar ist das nötig», so Michele Graniello.

Neben dem Namen wird es auch punkto Deko Änderungen geben. Sonnensegel sollen noch mehr Schatten spenden, die neuen Liegestühle warten bereits auf erste Kundschaft, Lichtgirlanden hängen über dem Pavillon – sowieso sollen verschiedene Lichter überall Akzente setzen.

Kulinarisch setzen die beiden Gastronomen weiterhin auf eine kleine Karte mit wechselnden Tagesgerichten. Saisonal und nachhaltig heissen die Stichworte. «Natürlich wollen wir versuchen, den Kräutergarten auf dem Dach des Containers weiter wachsen zu lassen – hoffentlich gelingt das», sagt der 41-jährige Krüger.

Konzert am frühen Abend

Graniello und Krüger wollen mit ihrer Freiluftbar alle möglichen Leute ansprechen. Die Ideen, was sie dafür alles anbieten könnten, sprudeln nur so aus ihnen heraus: Marktstände von Bauern aus der Gemeinde, wo man das Gemüse noch nach Feierabend abholen kann, ein Picknickkorb für ein Tête-à-Tête auf der Wiese, ein Sommerkino oder ein Auftritt des Könizer Jugendorchesters – «das Potenzial des Parks ist gross», sagen sie.

Ein erstes Konzert ist schon geplant und aufgegleist. Und der Name ist ein grosser. Delinquent Habits, eine vor allem in den 90er-Jahren bekannte Latin-Hip-Hop-Band aus Amerika. «Sie waren auch schon bei mir in der Piazza-Bar, und als ich ihnen ein Foto des Parks geschickt habe, haben sie sofort zugesagt.» Das Interesse ist schon im Vorfeld gross, über 1500 Personen interessieren sich auf Facebook für das Konzert.

Leist ist zufrieden

Ob das Ganze nicht zu gross, zu laut werden könnte auf der grossen Fläche des Parks? «Das Wichtigste ist, dass wir uns um die Anliegen der Anwohner kümmern und mit ihnen sprechen. Wir wollen ja, dass sie zufrieden sind.»

Nicht zuletzt deshalb wurde das Konzert am 18. April um 19 Uhr angesetzt, eineinhalb Stunden später soll es wieder vorbei sein. Sowieso werden die Öffnungszeiten so bleiben wie in den letzten Jahren. Im Frühling ist spätestens um 22 Uhr, im Sommer um 23 Uhr Schluss.

Das ist auch im Sinne des Liebefeld-Leists. «Wir durften die neuen Betreiber kennen lernen und freuen uns auf ihr Konzept», sagt Vanda Descombes, Co-Präsidentin des Leists. Descombes, selber Anwohnerin im Liebefeld-Park, stört sich persönlich überhaupt nicht an den Events, die das neue Team angedacht hat. «Solange die Zeiten eingehalten werden, ist das kein Problem.»

Wichtig sei, dass die Nachbarn gut informiert werden und eine Ansprechperson für ihre Fragen haben. Der Liebefeld-Leist will wissen, was sich die Leute im Park wünschen. Angedacht ist etwa, eine Umfrage durchzuführen, um das herauszufinden.

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