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Rechtsstreit beigelegt: Tierheim Eymatt kann gebaut werden

Der jahrelange Rechtsstreit um das geplante Tierheim in der Eymatt ist zu Ende. Der Berner Tierschutz und die verbliebenen Einsprecher haben sich aussergerichtlich geeinigt.

Im neuen Tierheim Eymatt wird den Hunden nur reduzierter Auslauf gegönnt. Dies ist ein Kompromiss gegenüber den Einsprechern.
Im neuen Tierheim Eymatt wird den Hunden nur reduzierter Auslauf gegönnt. Dies ist ein Kompromiss gegenüber den Einsprechern.
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Happy End für den Berner Tierschutz: Nach jahrelangem Tauziehen mit Beschwerdeführern hält er nun eine rechtskräftige Baubewilligung in den Händen und kann im Frühjahr 2020 mit dem Neubau des Tierheims in der Eymatt beginnen. Die verbliebenen Einsprecher und der Tierschutz hatten sich aussergerichtlich geeinigt, wie die beiden Partien am Mittwoch in einer gemeinsamen Medienmitteilung bekannt gaben.

Die Einigung gelang durch eine deutliche Reduktion der Auslaufzeiten für die Hunde im geplanten Tierheim. So wurde festgehalten, dass die Hunde zwischen 19 und 8 Uhr nicht nach draussen gelassen werden dürfen. Nach dem Bau des neuen Tierheims werden der Berner Tierschutz und die Beschwerdeführer zusammen überprüfen, ob überhaupt Hundegebell aus den Aussenausläufen der Hundezwinger bei den Beschwerdeführern störend hörbar ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, dürfen die Hunde wie von der Baubehörde bewilligt, werktags rund zwei Stunden länger (von 7 bis 20 Uhr) draussen verweilen, wie es in der Mitteilung heisst.

Daniel Wyssmann, Fürsprecher des Berner Tierschutzes und Präsident der Baukommission hatte Anfang Jahr zu den nun vereinbarten reduzierten Auslaufzeiten gegenüber dieser Zeitung festgehalten: «Würden wir die Auslaufzeiten weiter reduzieren, kämen wir in einen Clinch mit dem Tierschutz.» Es sei «das Äusserste, das wir ­­gerade noch verantworten ­­können».

Jahrelanges Verfahren verhindert

Der Verein Berner Tierschutz suchte seit über 20 Jahren nach einem Ersatz für sein Tierheim in Oberbottigen. Für den geplanten Standort Eymatt musste der Verein immer wieder mit Kritikern verhandeln, die von der anderen Seite des Wohlensees aus 700 Metern Entfernung gegen das Neubauprojekt schossen.

Ende Jahr konnte sich der Tierschutz schliesslich mit der grössten Einsprechergruppe einigen. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) erteilte daraufhin die Baubewilligung und genehmigte die notwendige Zonenplanänderung, die von der städtischen Stimmbevölkerung im März 2018 mit 81 Prozent angenommen worden war.

Doch damit war der Weg für den Neubau noch nicht frei. Zwei private Parteien reichten bei der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion Beschwerde ein. Es drohte ein langwieriges Verfahren, das schlussendlich beim Bundesgericht hätte landen können. Dies bleibt dem Tierschutz nun erspart. Er schreibt: «Der Berner Tierschutz kann mit dem gefundenen Kompromiss gut leben und verhindert so ein jahrelanges Verfahren durch die Instanzen.»

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