Region: Ergebnisse der kommunalen Abstimmungen

Hier finden Sie die Ergebnisse der kommunalen Abstimmungen in der Region Bern.

Die Gesamtsanierung und Erweiterung der Volksschule Kirchenfeld wurde mit 25'738 Ja-Stimmen angenommen. Dies beträgt 70,57 Prozent der Wählerstimmen.

Die Gesamtsanierung und Erweiterung der Volksschule Kirchenfeld wurde mit 25'738 Ja-Stimmen angenommen. Dies beträgt 70,57 Prozent der Wählerstimmen.

Biel: Bieler Wähler erteilen Stadtregierung keinen Denkzettel Die Bielerinnen und Bieler haben ihrer Stadtregierung keinen Denkzettel für monatelange Querelen rund um die Sozialdirektion erteilt. Alle Gemeinderatsmitglieder wurden am Sonntag bei den Wahlen im Amt bestätigt. Der Sozialdemokrat Erich Fehr bleibt Stadtpräsident.

Bei den Gemeinderatswahlen sorgte allerdings SVP-Sozialdirektor Beat Feurer mit 5162 Stimmen für das beste Resultat. Feurer stand in der zu Ende gehenden Legislatur im Zentrum grosser Querelen rund um das Sozialamt.

Stadtpräsident Erich Fehr (SP), ebenfalls eine der prominenten Figuren der Auseinandnersetzungen rund um die Sozialdirektion, kam auf 4320 Stimmen. Cédric Némitz (SP) erreichte sogar noch ein paar Stimmen mehr als Fehr und kam auf 4461 Stimmen. Barbara Schwickert (Grüne) verzeichnete 3479 Stimmen und Silvia Steidler (FDP) konnte 3459 Stimmen für sich verbuchen.

Die Bieler Stadtregierung bleibt damit rot-grün dominiert.

Konolfingen verkleinert den Gemeinderat:

Der Gemeinderat von Konolfingen wird von sieben auf fünf Mitglieder reduziert. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag einer entsprechenden Revision der Gemeindeordnung zugestimmt. Die neue Regelung gilt ab Beginn der nächsten Legislatur im Jahr 2018.

Weiter beschlossen die Stimmberechtigten, dass der Gemeinderat künftig im Proporz- und das Gemeindepräsidium im Majorzverfahren gewählt wird.

Die Stimmberechtigten hatten beim Wahlmodus zwei Varianten zur Auswahl. Variante 1 sah Majorzwahlen für den Gesamtgemeinderat vor. Diese Variante wurde mit zwei Stimmen Differenz sehr knapp abgelehnt.

Variante 2 beinhaltete die Proporzwahl für den Gemeinderat und die Majorzwahl für das Gemeindepräsidium. Diese Variante wurde deutlich angenommen. In der Stichfrage entschieden sich die Stimmberechtigten für Variante 2.

Der Gemeinderat freute sich laut Mitteilung vom Sonntag über das Ergebnis. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 37 Prozent.

Berner Kirchenfeld-Schule kann saniert werden

Die Volksschule im Berner Kirchenfeld-Quartier kann für 46 Millionen Franken saniert und erweitert werden. Die Stimmberechtigten haben die Vorlage am Wochenende mit 70 Prozent Ja gutgeheissen.

25'738 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 10'734 lehnten den Kredit ab, wie die Stadt Bern am Sonntag mitteilte.

Die Gegner der Vorlage hatten die hohen Kosten kritisiert. Besonders störend sei, dass die erst vor kurzem sanierte Turnhalle durch zwei unterirdische Bauten ersetzt werde. Zudem nehme die geplante Sanierung zu wenig Rücksicht auf das schützenswerte Schulgebäude.

Trotzdem setzten sich die Befürworter an der Urne klar durch: Das Projekt gehe sorgfältig mit der bestehenden Bausubstanz um. Der Ersatz der bestehenden Turnhalle sei aus räumlichen Gründen nötig. Angesichts der steigenden Schülerzahlen führe auch kein Weg an der Erweiterung der Schulanlage vorbei.

Weniger bestritten war die zweite Vorlage. Die Änderung des Zonenplans für die Reichenbachstrasse 118 ermöglicht den Bau neuer Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried im Tiefenau-Quartier. Diese Vorlage wurde mit 28'785 gegen 7225 Stimmen angenommen.

Grünes Licht für zweite Etappe der Bläuacker-Überbauung in Köniz

Im Zentrum von Köniz kann eine Baulücke geschlossen werden: Die Stimmberechtigten haben grünes Licht gegeben für die zweite Etappe der Bläuacker-Überbauung. Sie genehmigten die Abgabe von Land im Baurecht an eine institutionelle Anlegerin.

Damit kann das «Brachland» zwischen Migros und Bahnhof attraktiver gestaltet werden. Mit dem Projekt «Bläuacker II» entsteht zusätzliche Gewerbefläche, zentral gelegener Wohnraum und ein neuer verkehrsfreier öffentlicher Treffpunkt.

8972 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 2743 ein Nein. Mit der Überbauung kann gestartet werden, sobald die Baubewilligung rechtskräftig sei, teilte die Gemeinde am Sonntag mit. Die Stimmbeteiligung betrug 47,3 Prozent.

Das Volk bewilligte im weiteren einen Kredit von 6,6 Millionen Franken für die Sanierung der sogenannten «roten Druckzone». Diese versorgt mehrere Ortsteile mit Wasser. Mit dem Geld wird unter anderem ein neues Reservoir Kühschatten gebaut - es ersetzt das bestehende aus dem Jahr 1922.

Abstimmungen über Gemeindefusion - Kirchdorf, Gelterfingen, Mühledorf und Noflen

Abgestimmt worden ist in den vier Gemeinden zu diesem Thema schon mehrfach, mit dem gestrigen Urnengang ist das mutmasslich zweitletzte Ja auf dem Weg zu einer Fusion gefallen: Kirchdorf, Gelterfingen, Mühledorf und Noflen beauftragen ihre Behörden, die für den Zusammenschluss notwendigen Dokumente auszuarbeiten. Darüber wird im nächsten Mai ein weiteres Mal und abschliessend an der Urne abgestimmt.

Die Entscheide fielen diesmal mit Ja-Mehrheiten von 62,2 bis 88,8 Prozent. Geplant ist, die Fussion Anfang 2018 umzusetzen. Die neue Gemeinde soll Kirchdorf heissen.

Muri erlaubt Handyantennen auf Friedhöfen

Handyantennen dürfen in Muri auch auf den Friedhöfen Aebnit und Seidenberg aufgestellt werden. Das haben die Stimmberechtigten der Berner Vorortsgemeinde beschlossen, indem sie einen neuen Artikel im Baureglement guthiessen.

Die Vorlage wurde mit 3143 Ja- gegen 1005 Nein-Stimmen angenommen, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte. Die Stimmbeteiligung betrug 51,7 Prozent.

Bei der Beratung im Grossen Gemeinderat hatten Parlamentarier kritisiert, es sei pietätlos, auf einem Friedhof Handyantennen aufzustellen. Die Ratsmehrheit hielt entgegen, Versorgungslücken im Mobilfunknetz müssten vermieden werden.

Drei weitere Vorlagen wurden vom Volk ebenfalls angenommen. So sagten die Stimmberechtigten Ja zu einer Umzonung im Steinhübeli, die den Betrieb einer Kita sichert. Die Stimmberechtigten genehmigten zudem eine Aktualisierung der Energiebestimmungen im Baureglement und die Totalrevision des Reklamereglements.

Münsinger sagen deutlich Ja zu 6-Millionen-Kredit für Schulhaus-Neubau

Im Schulzentrum Schlossmatt in Münsingen kann ein neues Schulhaus gebaut werden. Die Stimmberechtigten nahmen den Investitionskredit von rund 5,9 Millionen Franken mit 2518 Ja zu 571 Nein deutlich an. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,1 Prozent, wie die Gemeinde am Sonntag mitteilte.

Angenommen wurden vom Stimmvolk auch Neuerungen bei den kommunalen Wahlen. So soll der Wahltermin für das vollamtliche Gemeindepräsidium statt wie bisher im Herbst bereits zwischen Mitte Mai und Anfang Juni angesetzt werden, damit eine neu gewählte Person genügend Zeit hat, die Stelle zu kündigen, bevor eine neue Legislatur startet.

Umgekehrt gibt dieser frühere Wahltermin einem durch das Volk allenfalls abgewählten Gemeindepräsidenten etwas länger Zeit, sich beruflich neu zu orientieren. Die Stimmberechtigten nahmen sowohl die Gemeindeordnung wie das Reglement über Abstimmungen und Wahlen mit einem Ja-Stimmen-Anteil von je rund 88 Prozent an.

Seedorf stimmt Bau eines Glasfasernetzes zu

Die Bevölkerung kann bald schneller surfen. Die Stimmberechtigen haben dem Bau eines Glasfasernetz deutlich zugestimmt. In der Gemeinde soll für 5 Millionen Franken flächendeckend ein Glasfasernetz installiert werden. Knapp 85 Prozent stimmten dem Grossprojekt gestern an der Urne zu.

Der Gemeinderat ist froh über das Ja, es erlaube einen wichtigen technologischen Schritt in die Zukunft. Die Umsetzung werde möglichst rasch angegangen. Ziel seie eine flächendeckende Erschliessung bis Ende 2019.

Das bestehende Kabelfernsehnetz der Gemeinde stammt aus den Achtzigerjahren. Es genügt den technischen Anforderungen nicht mehr, zudem sind 30 Prozent aller Haushalte nicht angeschlossen. Immer wieder gingen deshalb beim Gemeinderat Reklamationen ein.

Das neue Netz soll mit verschiedenen Partnern realisiert werden, die Swisscom beteiligt sich zu 50 Prozent. Abzüglich der Beteiligung Dritter muss Seedorf rund 2,3 Millionen Franken bezahlen. sl/hus

Resultat:833 Ja (84,9 %), 148 Nein (15,1 %).

nik/tpu

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