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Riesenfloss für Biber-Tannenbaum

Die Marzili-Biber erhalten dieses Jahr in der Adventszeit ein extragrosses Floss für ihren Tannenbaum. Diese Woche fand die erste Testwasserung statt.

Sibylle Hartmann
Am Donnerstag wurde das Biberfloss testgewassert. Noch kriegten die Pontoniere nasse Füsse.

Dass die Pontoniere ein grosses Herz haben für die Biber, die im Bueberbad hausen, ist bekannt. Seit zwei Jahren schmücken sie in der Adventszeitstets einen Minitannenbaum, der auf einem Floss oberhalb der Damalzibrücke schwimmt. Und legen allabendlich kleine Leckereien wie Weidenäste oder Äpfel für die Nager drunter.

In diesem Jahr übertrumpfen sich Hansruedi Petri und seine Vereinskollegen mit ihrer weihnachtlichen Aktion für die Biber selber. So sind sie gerade dabei, ein fünf Meter langes und zwei Tonnen schweres Floss aus Baumstämmen zu bauen, das Platz für einen stattlichen Tannenbaum bietet. Obwohl es bis zum ersten Dezember noch eine Weile hin ist, wurde das Wassergefährt bereits am Donnerstag testgewassert.

Noch sinkt das Floss etwas ab

Noch kriegten die Herren nasse Füsse. «Wir müssen noch so weit Holz auflegen und dieses miteinander verbinden, dass der Auftrieb mehr wird und es zumindest auf der Oberfläche trocken bleibt», sagt Petri. Eine weitere Lage Baumstämme sollte dafür reichen, meint der 74-Jährige.

DIese Woche haben die Pontoniere Fritz Kehrli (l.) und Hansruedi Petri ihr selbstgebautes Floss in der Aare beim Bootsausstieg im Marzili testgewassert.
DIese Woche haben die Pontoniere Fritz Kehrli (l.) und Hansruedi Petri ihr selbstgebautes Floss in der Aare beim Bootsausstieg im Marzili testgewassert.
Raphael Moser
Noch sinkt das Floss teilweise ab.
Noch sinkt das Floss teilweise ab.
Raphael Moser
Joseph Berger, Fritz Kehrli und Hansruedi Petri (v.l.) inspizieren ihr Floss.
Joseph Berger, Fritz Kehrli und Hansruedi Petri (v.l.) inspizieren ihr Floss.
Raphael Moser
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Bevor das Floss definitiv vor der Dalmazibrücke wassert, planen die Pontoniere noch eine Testfahrt. «Mindestens von Rubigen her wollen wir die Aare herunterfahren.» Falls sie nirgendwo mit dem Floss auffahren und schliesslich in Bern ankommen, «werden die Biber wahrscheinlich schon applaudieren, wenn sie uns kommen sehen», sagt Petri und lacht.

Kein Sicherheitsrisiko auf der Aare

Und wie sieht es mit der Sicherheit auf der Aare aus, wenn da plötzlich ein so grosses Floss in der Aare schwimmt? «Wir verankern das Floss am Ende vom Bueberbad und markieren es mit den Kerzen am Tannebbaum, die leuchten.» So sei der Schiffsverkehr weiterhin gewährleistet und das Floss könne etwa bei einem Einsatz der Sanitätspolizei gut umfahren werden.

Dem herzerwärmenden Unterfangen von Petri steht also nichts im Weg. Bleibt nur zu hoffen, dass sich zum einzigen Biber, der in letzter Zeit von den Pontonieren gesichtet wurde, noch ein paar Gspändli gesellen. Und vielleicht ist ja das Floss mit Tannenbaum Anlass dafür, den frischen Nachwuchs, der den Pontonieren womöglich bisher verborgen blieb, erstmals auszuführen.

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