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Rund zehn Männer besuchen nach Schlägen Kurs

1400 Fälle von häuslicher Gewalt hat die Polizei letztes Jahr im Kanton Bern bearbeitet. In einem Kurs sollen Täter lernen, ihr Verhalten zu ändern.

Wie Konflikte in der Beziehung zu bewältigen sind, sollen die Kursteilnehmer neu lernen. Bisher war Gewalt eine ihrer Strategien.
Wie Konflikte in der Beziehung zu bewältigen sind, sollen die Kursteilnehmer neu lernen. Bisher war Gewalt eine ihrer Strategien.
Colourbox

Er kann freiwillig besucht oder vom Gericht angeordnet werden. In Bern gibt es einen Kurs für Männer, die ihre Partnerin oder ihre Kinder geschlagen haben. Oberstes Kursziel ist, die Gewalt zu stoppen und so die Opfer zu schützen. Im Moment sind es rund zehn Männer, die sich jede Woche in der Altstadt treffen. Einige haben einmal zugeschlagen, andere öfters. Manche hörten auf, als die Polizei vorfuhr, einzelne erst, als die Partnerin ins Spital eingeliefert wurde. Der Kurs wird von der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt organisiert, die bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern angesiedelt ist. Er wird von zwei Fachpersonen geleitet, in der Regel einem Mann und einer Frau. Einige Männer besuchen den Kurs freiwillig, anderen wurde er von den Behörden nahegelegt, manchen vom Gericht verordnet. Unter den Teilnehmern sind alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten vertreten.

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