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Schaltet Ossobukko Kameras ab?

Das Berner Gastro-Unternehmen Ossobukko steht in der Kritik. Der Vorwurf: Gäste werden mit Kamera- und Tonaufnahmen überwacht. Jetzt überlegen sich die Verantwortlichen, die Kameras zu entfernen.

In den Restaurants de Berner Ossobukko AG waren Videokameras installiert, mit denen auch Gespräche der Gäste belauscht werden konnten. Die Kameras wurden nach publikwerden des Skandals entfernt. Zur Ossobukko AG gehört das Café Diagonal.
In den Restaurants de Berner Ossobukko AG waren Videokameras installiert, mit denen auch Gespräche der Gäste belauscht werden konnten. Die Kameras wurden nach publikwerden des Skandals entfernt. Zur Ossobukko AG gehört das Café Diagonal.
Beat Mathys
Sassafraz in der Aargergergasse.
Sassafraz in der Aargergergasse.
Claudia Salzmann
Steinhalle beim Historischen Museum
Steinhalle beim Historischen Museum
Claudia Salzmann
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Gespräche der Gäste und des Personals der Lokale des Berner Gastronomie-Unternehmen Ossobukko AG sollen abgehört worden sein. Am Freitag räumte der Ossobukko-Besitzer Fritz Grunder nun ein, dass es mit «jeder Videokamera» möglich sei, auch den Ton aufzunehmen. «Bei uns war und wird dieser nie eingeschaltet», liess sich Grunder in einer Medienmitteilung zitieren. Und weiter: «Es ist nicht unser Bestreben, Gäste oder Mitarbeitende zu überwachen. Geschweige denn mit Tonaufnahmen.»

In Polen löste der illegale Mitschnitt eines vertraulichen Gesprächs zwischen dem Innenminister und dem Zentralbankchef nach der Veröffentlichung in den Medien im letzten Sommer eine Staatsaffäre aus. Diese Vorkommnisse habe auch die Ossobukko AG betroffen gemacht, heisst es in der Mitteilung am Freitag.

«Wir haben in der Geschäftsleitung bereits diskutiert, ob die Benutzung von Kameras der richtige Ansatz im Zusammenhang mit dem von uns verfolgten Sicherheitsaspekt ist», sagt Fritz Grunder im Communiqué. Die Ossobukko AG überlege sich daher, umgehend sämtliche Kameras in ihren Betrieben zu entfernen.

BZ/ehi

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