Schützenmatte: Parkplätze verschwinden für zwei Monate

Bern

Der Berner Gemeinderat hat für die Monate August und September eine multifunktionale Nutzung der Schützenmatte bewilligt. Während dieser Zeit werden die Parkplätze aufgehoben und die künftige Nutzung getestet.

  • loading indicator

Im kommenden August und September müssen die Parkplätze auf der Schützenmatte in Bern einer multifunktionlen Nutzung weichen. Wie diese genau aussieht, ist derzeit noch unklar.

«Das Konzept selber steht noch nicht», so Stadtpräsident Alexander Tschäppät gegenüber thunertagblatt.ch/Newsnetz. Es hätte zuerst den Beschluss des Gemeinderates gebraucht, um die Schützenmatte für das Experiment im August und im September freizugeben. Für die zweimonatige Versuchsphase beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit von 90'000 Franken.

Unter Einbezug aller Interessensgruppen wie etwa dem Restaurant und Nachtclub Kapitel, dem Progr, der Handwerkstatt oder der Ikur müsse nun überlegt werden, was Sinn mache, sagt Tschäppät. «Und vor allem was zur Entlastung der momentanen Situation auf der Schützenmatte beitragen kann».

Tschäppät wünscht sich soziale Durchmischung

Von einem Skateranlage sei immer wieder die Rede gewesen oder einer Containerlösung mit Theater- oder Gastronomiekonzept oder einer offenen Bühne à la Hide Park, so Tschäppät. Er persönlich wünscht sich eine Nutzung, die auch andere Leute als diejenigen vom Vorplatz und der Reitschule anzieht, damit eine soziale Durchmischung entsteht.

Im vergangenen September fand das öffentliche Forum «Labor Schützenmatte» statt, wo knapp 3o0 Ideen in Form von Texten und Zeichnungen (siehe Bildstrecke) aus der Bevölkerung eingegangen sind. «Der Tenor des Labors war, dass die Berner auf jeden Fall keinen Parkplatz mehr wollen», sagt Tschäppät. Nun gehe es darum zu experimentieren, was den Wünschen der Stadtbevölkerung entspreche.

Und was passiert mit den vielen Cars die jeweils in den Sommermonaten zahlreiche Berner von der Schützenmatte aus in die Ferien fahren oder Touristen in die Stadt bringen? «Ich erachte dieses Problem mit den Cars als lösbar, weil wir mit dem Busterminal Neufeuld und anderen einzelnen Standorten in der Stadt genügend Alternativen haben», so der Stadtpräsident.

Seit längerem strebt die Stadt die Umnutzung der Schützenmatte in einen «multifunktionalen Platz» an. Das könnte auch der nahen Reitschule zuträglich sein, denn gemäss einer letzte Woche publizierten Studie wird der Parkplatz heute als «Drogen-drive-in» missbraucht.

sih

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt