Schule Spiegel kostet 15 Millionen Franken

Köniz

Die Schulanlage Spiegel soll erneuert werden. Am Freitag wurde das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vorgestellt. Die Arbeiten werden 14 bis 15 Millionen Franken kosten.

Neubau Basisstufe der Schule Spiegel. Die Gemeinde Köniz möchte die ganze Anlage erweitern und erneuern.

Neubau Basisstufe der Schule Spiegel. Die Gemeinde Köniz möchte die ganze Anlage erweitern und erneuern.

(Bild: zvg)

Aus der Luft und mit viel Fantasie betrachtet, gleicht der Neubau der Schule wirklich einer Möwe. «Möwe Jonathan» heisst das gestern vorgestellte Siegerprojekt für die Erweiterung und Erneuerung der Schulanlage Spiegel denn auch passenderweise.

Die Gemeinde Köniz plant, zwei Gebäude der über fünfzig Jahre alten Schulanlage zu renovieren und ein Gebäude neu zu bauen. Ebenfalls Teil des Projekts der Hausammann Architekten AG sind ein gedeckter sowie ein offener Innenhof. 14 bis 15 Millionen werden die Arbeiten laut Gemeinderat Urs Wilk (FDP) kosten.

Basisstufe als Knackpunkt

«Der Gemeinderat wird dem Parlament den Projektierungskredit in den kommenden Monaten vorlegen», sagt Wilk. Falls auch das Könizer Stimmvolk der neuen Schulanlage zustimmt, soll im Sommer 2016 mit dem Bau begonnen werden. Zwei Jahre werden die Bauarbeiten laut Urs Wilk dauern. Die sechs Wettbewerbsprojekte sind bis 17.Dezember öffentlich ausgestellt.

In den beiden bereits bestehenden Gebäuden, dem roten und dem grossen gelben Schulhaus, sollen dereinst die Mittel- und Oberschüler unterrichtet werden. Diese Gebäude plant die Gemeinde zu sanieren.

Im Neubau, der an die Stelle des kleinen gelben Schulhauses kommt, soll künftig die Basisstufe unterrichtet werden.

Die Basisstufe sei der Knackpunkt des geplanten Umbaus, sagt Markus Keel, Leiter der Schule Spiegel. Das Ziel sei gewesen, dass die jüngeren Schüler alle direkten Zugang zum Aussenbereich hätten. Das Siegerprojekt erfülle dies grösstenteils.

Eine andere Forderung der Schulleitung war, dass die Gänge im Neubau möbliert und von den Schülern genutzt werden können. Ein Wunsch, den die Gebäudeversicherung wegen der Fluchtwege meist nicht gerne hört. Beim Neubau fand man einen Kompromiss. Die Gänge können als Spiel- und Lernbereich genutzt werden, dafür ist ein zweiter Gang, ein sogenannter Fluchtbalkon, auf der Rückseite des Gebäudes geplant.

Für diesen Lernbereich und die Klassenzimmer möchte die Schulleitung neues Mobiliar kaufen. Man habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass am Ende des Projekts für Licht, Farbe und Mobiliar genügend Geld bleiben sollte, sagt Schulleiter Keel.

Schüler sollen bleiben

450 Schüler besuchen derzeit die Schule Spiegel. Im Gegensatz zur Wandermatte bei Wabern, einem anderen Schulumbau in der Gemeinde Köniz, werden die Schüler im Spiegel während des Umbaus im Schulhaus bleiben.

Keine Verwendung mehr hat die Gemeinde für den Kindergarten an der Chasseralstrasse. Dieser wird mit der Realisierung der Basisstufe überflüssig. «Das Gebäude ist stark abgenutzt», sagt Urs Wilk. Das Siegerprojekt sieht vor, dass der Kindergarten als Atelier an Kleingewerbler, Künstler oder als Vereinslokal vermietet werden könnte.

Die Projekte: einsehbar bis 4.12. in der Aula der Schule Spiegel; 11. bis 17.12 im Gemeindehaus Bläuacker.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...