Schwarzsee mit neuem Berghaus

Riggisalp

Die Kaisereggbahnen haben am Freitag einen Schlusspunkt unter eine intensive Planungs- und Bauphase gesetzt.

Das renovierte Berghaus auf der Riggisalp oberhalb Schwarzsee.

Das renovierte Berghaus auf der Riggisalp oberhalb Schwarzsee.

(Bild: Aldo Ellena/FN)

Der erste Eindruck überzeugt: Das neue Berghaus auf der Riggis­alp ist hell und gemütlich. Die vielen Aussichtsfenster verstärken den Eindruck von Geräumigkeit. Die Kaisereggbahnen Schwarzsee haben ihr neuestes Werk am Freitag zusammen mit Aktionären und Vertretern aus Politik und Wirtschaft eingeweiht.

«Frau Holle hat sich wohl auch über unser schmuckes neues Restaurant gefreut», kommentierte Verwaltungsratsmitglied Thomas Meyer das stürmische Winterwetter, das die Gäste im neuen Berghaus empfangen hat.

Ambitiöses Programm

Die Erneuerung des 25 Jahre alten Berghauses war schon lange im Gespräch. Die Umsetzung verlief dann im Expresstempo. Nur gerade elf Monate lagen zwischen dem Grundsatzentscheid des Verwaltungsrates und der Eröffnung zum Start der Wintersaison am Freitag. Verwaltungsratspräsident Felix Bürdel bezeichnete es denn auch als ambitiöses Projekt, in finanzieller Hinsicht, in Bezug auf den Zeitplan und was die sehr intensive Bauphase betreffe.

Die Aktionäre der Kaisereggbahnen haben am 1. Juli dem Projekt und einer Aktienkapitalerhöhung um 500'000 Frankenzugestimmt. Bereits zehn Tage später fingen die Bauarbeiten an. Die Baukosten waren mit 1,7 Millionen Franken veranschlagt. Dieser Betrag werde um rund 85'000 Franken überschritten, weil im Verlauf der Ausführung zusätzliche Arbeiten, etwa für eine Glasschutzwand auf der Terrasse und zusätzliche Aussenmöbel, ausgeführt wurden.

Felix Bürdel kündigte an, dass das Unternehmen in den nächsten Monaten weitere Projekte realisieren will, um den Sommerbetrieb zu stärken. So soll der Kinderspielplatz ausgebaut, ein Kleintierpark erstellt und Wander- und Bikerouten verbessert werden.

«Voralpen – Vision 2030»

Der Kanton unterstützt das Berghausprojekt mit einem Zinskostenbeitrag von 39'000?Franken aus dem Tourismusförderungsfonds. Staatsrat Olivier Curty ­erzählte in seiner Ansprache von Kindheitserinnerungen, die mit der Region Schwarzsee verbunden sind. Er habe hier Ski fahren gelernt wie so viele andere auch.

Laut Olivier Curty sind nicht alle Voralpendestination so gut geführt. Deshalb habe der Kanton das Projekt «Voralpen – Vision 2030» lanciert, bei der eine Detailanalyse aller Destinationen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, klimatische Aspekte und Wettbewerbslage vorgenommen werde. «Sie soll einen Masterplan für den Fortbestand unserer Destinationen hervorbringen.»

Von Gott und dem Teufel

Eine Grussbotschaft überbrachte der Jauner Ammann Jean-Claude Schuwey – denn das neue Berghaus befindet sich auf Greyezer Boden. Es habe ihn einer gefragt, ob er den Weg ins neue Berghaus gefunden habe, erzählte er in gewohnt launiger Stimmung.

«Es müsste wohl mit dem Teufel zugehen, wenn ich den Weg in meiner eigenen Gemeinde nicht mehr fände», lautete seine Antwort. Einen zarten Hinweis, dass es noch eine andere Bahn auf seinem Gemeindegebiet gebe, konnte er sich nicht verkneifen – verbunden mit der Einladung, doch auch mal dort Ski fahren zu gehen.

Berner Zeitung

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