Zum Hauptinhalt springen

Schwinger wollen an den Ursprungsort zurück

Der Eidgenössische Schwingerverband will, dass künftig statt in ­Plaffeien wieder in Schwarzsee geschwungen wird.

Matthias Sempach, Sieger des Schwarzsee-Schwingets 2017, gewann im Sägemehl von Plaffeien und nicht in Schwarzsee.
Matthias Sempach, Sieger des Schwarzsee-Schwingets 2017, gewann im Sägemehl von Plaffeien und nicht in Schwarzsee.
Andreas Blatter

Während 77 Jahren haben die Schwinger in Schwarzsee vor schönster Kulisse um den Sieg im Sägemehl gekämpft. 2015 zog der Schwarzsee-Schwinget übergangsmässig auf die Pferdesportanlage nach Plaffeien, da das Areal Schwarzsee umgebaut wurde. Auch in diesem Sommer, zum 80-Jahr-Jubiläum des Bergkranzfestes, wurde in Plaffeien geschwungen.

Für den Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) ist Plaffeien aber kein geeigneter Standort für ein Bergkranzfest. Der Standort muss eines Bergschwingfestes würdig sein», sagt Rolf Gasser, Geschäftsstellenleiter des ESV. Der Verband beharre deshalb darauf, dass der Schwarzsee-Schwinget an seinen ursprünglichen Austragungsort zurückkehre. Dies habe er dem Freiburger Staatsrat Anfang Sommer in einem Brief mitgeteilt.

Weil der Kanton als Besitzer des Areals noch nicht entschieden hat, ob das Schwingfest an den See zurückkehren kann, macht sich auch der Plaffeier Ammann Otto Lötscher Sorgen um die Zukunft des Anlasses.

«Der Schwarzsee-Schwinget hat eine 80-jährige Tradition, es ist ein guter Werbeträger und somit wichtig für den Tourismus in unserer Region», betont Lötscher. Auf dem Platz am See, wo das Schwingfest früher stattfand, hat der Kanton diesen Sommer einen neuen Sportrasenplatz gebaut. In den Augen von Benoît Gisler, Dienstchef des kantonalen Amts für Sport, ist es kaum möglich, auf diesem Terrain ein Schwingfest durchzuführen, ohne dass der Platz Schaden nimmt.

Der Staatsrat wolle an seiner Sitzung vom 19. September auf den Brief des Eidgenössischen Schwingerverbandes antworten, sagt Didier Page, Kommunikationsverantwortlicher der kantonalen Sicherheits- und Justiz­direktion, auf Anfrage.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch