Singin’, swingin’, groovin’

Eine ausgewogene Mischung aus alten und neuen Namen: Die Veranstalter haben das Programm der 43. Auflage des Internationalen Jazzfestivals Bern bekannt gegeben. Der Vorverkauf ist angelaufen.

Früher holte Festivalgründer Hans Zurbrügg mithilfe amerikanischer Freunde Jazzlegenden wie Count Basie und Dizzy Gillespie nach Bern. Heute kommen viele Koryphäen (fast) von selbst an das Festival, das nächstes Jahr seine 43. Ausgabe begeht.

Für ­Altmeisterin Catherine Russell und Grammygewinnerin Cécile McLorin Salvant – Letztere wird seit Jahren im führenden amerikanischen Jazzmagazin «Down Beat» zur besten Vokalistin des Jazz erkürt – gehört das Marians in Bern zu den bevorzugten Auftrittsorten. «Solange die beiden so gerne kommen, kriegen sie von uns eine steady invitation», sagt Hans Zurbrügg.

«I love it in Berne»

Ähnliches gilt für Steve Gadd. Der Amerikaner ist für viele immer noch der beste Jazzdrummer überhaupt. Seine Berner Auftritte dieses Jahr waren praktisch alle ausverkauft. «Ich weiss, dass Gadd täglich mit Anfragen überhäuft wird, doch er meint trocken: I love it in Berne – und kommt immer wieder», erzählt Zurbrügg.

So sieht sich Sohn Benny Zurbrügg, verantwortlich für die Künstlerkontakte, nicht dem Zwang ausgesetzt, den grossen Namen hinterhereilen zu müssen. Ebenso wenig zwingt ihn das eher traditionell eingestellte Berner Konzertpublikum, Zeitströmungen zu kopieren oder à tout prix noch nie da gewesene Stars herzuholen.

Klar, es wird auch 2018 Neues geben, die Bluessängerin Ruthie Foster etwa, der Gitarrist Marquise Knox aus Missouri oder der afrikanische Griot-Musiker Baba Sissoko – aber der Fokus bleibt beim Bewährten. Kritikern entgegnet Zurbrügg: «Wir glauben, gewisse Gruppen sollte man jährlich präsentieren, weil sie sich bewegen und musikalisch entwickeln. Zum Beispiel das Swiss Jazz Orchestra.» Die in Bern beheimatete Band, die in ihrer ­Vielschichtigkeit ihresgleichen sucht, wir das Festival im Bierhübeli eröffnen.

Pianoduelle

Zu den ganz grossen Namen im Programm zählen Multiinstrumentalist James Morrison und Pianovirtuose Kenny Barron. Zurbrügg kennt ihn gut: «Er ist immer dann grossartig, wenn er in möglichst kleiner Formation spielt.» So haben ihm die Zurbrüggs mit Benny Green einen ebenbürtigen Partner zugesellt. Und freuen sich auf spannende Pianoduelle der beiden Musiker. Auf diese folgen dann eine Woche später mit Harry Allens «Saxomania» heisse Saxofonbattles.

Jazzfestival: 12. März bis 19. Mai 2018, Bern.

Berner Zeitung

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