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Spitäler suchen Nachwuchs

Am kommenden Dienstag öffnen acht Spitäler im Kanton Bern ihre Türen und geben Jugendlichen einen Einblick in die Welt der Gesundheitsberufe. Ein Wermutstropfen ist die Arbeitslosigkeit im Gesundheitswesen: Sie liegt derzeit über dem schweizerischen Durchschnitt.

Die Mitarbeiter von acht Berner Spitälern bei der Arbeit beobachten können Jugendliche am kommenden Dienstag.
Die Mitarbeiter von acht Berner Spitälern bei der Arbeit beobachten können Jugendliche am kommenden Dienstag.
Walter Pfäffli

Der Tag richtet sich laut einer Mitteilung der kantonalen Gesundheits- und Fürsorgedirektion vor allem an Schülerinnen und Schüler, die vor der Berufswahl stehen. Die Spitäler und der Kanton Bern möchten, dass möglichst viele junge Leute einen Beruf im Gesundheitswesen wählen.

Tag bei Jugendlichen begehrt

Offen für Jugendliche sind das Inselspital und das Lindenhofspital in Bern sowie die Spitäler in Burgdorf, Langenthal, Thun, Interlaken, Biel (Veranstaltungen in deutscher Sprache) und St-Imier (in französischer Sprache). Der Tag findet bereits zum neunten Mal statt. Im letzten Jahr besuchten mehr als 2500 Interessenten ein Spital.

Ganz unproblematisch ist die Wahl eines Gesundheitsberufes für die Jugendlichen derzeit freilich nicht. Für Unruhe unter Pflegefachkräften sorgte kürzlich eine Meldung des Kantons Zürich, wonach viele Pflegerinnen und Pfleger arbeitslos seien. Tatsächlich lag die Arbeitslosigkeit bei den Gesundheitsberufen gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft Seco des Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Anfang Oktober mit 3,7 Prozent über dem schweizerischen Durchschnitt von 3,5 Prozent.

«Weil die Spitäler sich auf das neue Finanzierungssystem ab 2012 vorbereiten, werden offene Stellen häufig nicht mehr besetzt», sagt dazu Elsbeth Wandeler, Leiterin des Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. «Wir führen einen Stellenanzeiger und stellten einen Rückgang der offenen Stellen von 20 Prozent fest.»

Entwarnung für den Kanton Bern

Jean-Philippe Jeannerat, Sprecher der Berner Gesundheits- und Fürsorgedirektion, kann Ähnliches im Kanton Bern nicht feststellen: «Fast alle Berner Spitäler und Pflegeheime wären ohne Personal aus dem Ausland nicht mehr funktionsfähig. Und eine auf Bundesebene weist gar für die kommenden 20 Jahre ein Defizit beim Pflegepersonal aus.»

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