Spontane Demonstration in Bern

Bern

Eine spontane Kundgebung fand in Bern am Freitagabend statt. Die Demonstrierenden riefen zum Widerstand gegen die Sparpolitik des Kantons auf. Der Protestumzug verlief friedlich, er galt jedoch als unbewilligt.

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Am Freitag demonstrierte in Bern eine Gruppe Menschen gegen die Sparpolitik des Kantons. Die Protestierenden waren um 17.30 Uhr vom Bahnhofplatz her durch die Spitalgasse gezogen. Die Polizei war vor Ort, wie eine Reporterin berichtete.

Mit einem Flugblatt (siehe Bildstrecke) wiesen die Protestierenden auf den Jahresgewinn des Kantons Bern von 212 Millionen Franken hin. Laut der Demonstranten sei der «soziale Kahlschlag» angesichts dieses Gewinns unnötig. «Die Lebensqualität von Menschen, die von staatlichen Dienstleistungen abhängen, wird weiter herabgesetzt und beim Staatspersonal wird weiter abgebaut», steht auf dem Flyer geschrieben. Die Politik würde sich nur zugunsten der Unternehmen einsetzen.

Die Demonstranten rufen zum Widerstand auf und verweisen auf diverse Streiks in der Schweiz und auf den geplanten Streik der Berner Gymnasiasten am 24. März.

Demo war nicht bewilligt

Die Polizei war über die Demonstation in Kenntnis gesetzt worden, wie ein Einsatzdisponent gegenüber thunertagblatt.ch/Newsnetz sagt. Allerdings war sie «als unbewilligt taxiert», denn bewilligungsfrei seien Spontankundgebungen nur, wenn sie aus aktuellem Anlass innert 24 Stunden erfolgen. Welche Konsequenzen dies nach sich zieht, werde von der Stadt entschieden. Der Urheber des Protestzugs sei nicht bekannt.

Der Umzug sei «laut, aber friedlich» abgelaufen, wie der Polizist weiter ausführt. Etwa 40 bis 50 Personen hätten teilgenommen. Sachbeschädigungen seien keine festgestellt worden, die Fahrplanverzögerungen der öffentlichen Verkehrsmittel hätten sich auf zehn bis fünfzehn Minuten beschränkt.

jam/sih

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