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Stadt Bern kündigt 237 Mietern

Mehr als die Hälfte der Mieter in vergünstigten städtischen Wohnungen lebt unrechtmässig dort. Das zeigt eine erste Überprüfung. Dadurch gingen der Stadt Bern jährlich Mietzinse von 710'000 Franken verloren.

Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»:  Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»: Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Stefan Anderegg
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Keystone
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Keystone
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53 Prozent der Mieterinnen und Mieter in vergünstigten Wohnungen der Stadt Bern haben eigentlich kein Anrecht darauf, in diesen zu wohnen. Das zeigt die erste Überprüfung der Vermietungskriterien, die Mieter in solchen subventionierten Wohnungen erfüllen müssten. Der Bericht wurde der «Schweiz am Sonntag» zugespielt, die ihn gestern im Internet publik machte. Er zeigt Ernüchterndes: Von den 560 überprüften Mietparteien erfüllen 298 die vorgegebenen Kriterien nicht. Davon erhalten 237 Mieter die Kündigung, bei 61 Parteien fällt der Rabatt weg und werden neue Mietverträge abgeschlossen.

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