Zum Hauptinhalt springen

Stadt Bern kündigt 237 Mietern

Mehr als die Hälfte der Mieter in vergünstigten städtischen Wohnungen lebt unrechtmässig dort. Das zeigt eine erste Überprüfung. Dadurch gingen der Stadt Bern jährlich Mietzinse von 710'000 Franken verloren.

Sandra Rutschi
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»:  Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»: Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Stefan Anderegg
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Finanzdirektor Alexandre Schmidt und Stadtpräsident Alexander Tschäppät setzten alle Empfehlungen von alt Bundesrichter Lorenz Meyer um.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Finanzdirektor Alexandre Schmidt und Stadtpräsident Alexander Tschäppät setzten alle Empfehlungen von alt Bundesrichter Lorenz Meyer um.
Susanne Keller
Alexandre Schmidt: «Einige Mieter waren tatsächlich dreist. »
Alexandre Schmidt: «Einige Mieter waren tatsächlich dreist. »
Susanne Keller
Viele Mieter haben ein höheres Einkommen oder Vermögen als für Sozialwohnungen vorgesehen. Oder sie erfüllen die Belegungskriterien nicht: Ein Haus, in dem die Stadt Bern vergünstigte Wohnungen anbietet.
Viele Mieter haben ein höheres Einkommen oder Vermögen als für Sozialwohnungen vorgesehen. Oder sie erfüllen die Belegungskriterien nicht: Ein Haus, in dem die Stadt Bern vergünstigte Wohnungen anbietet.
zvg/Stadt Bern
Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
zvg/Stadt Bern
Fälle mit stossenden Einkommens- oder Vermögensverhältnissen.
Fälle mit stossenden Einkommens- oder Vermögensverhältnissen.
zvg/Stadt Bern
Eine städtische Liegenschaft in Ausserholligen, in der die Stadt sogenannt «günstigen Wohnraum» anbietet.
Eine städtische Liegenschaft in Ausserholligen, in der die Stadt sogenannt «günstigen Wohnraum» anbietet.
Urs Baumann
Auch im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Auch im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Andreas Blatter
1 / 10

53 Prozent der Mieterinnen und Mieter in vergünstigten Wohnungen der Stadt Bern haben eigentlich kein Anrecht darauf, in diesen zu wohnen. Das zeigt die erste Überprüfung der Vermietungskriterien, die Mieter in solchen subventionierten Wohnungen erfüllen müssten. Der Bericht wurde der «Schweiz am Sonntag» zugespielt, die ihn gestern im Internet publik machte. Er zeigt Ernüchterndes: Von den 560 überprüften Mietparteien erfüllen 298 die vorgegebenen Kriterien nicht. Davon erhalten 237 Mieter die Kündigung, bei 61 Parteien fällt der Rabatt weg und werden neue Mietverträge abgeschlossen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen