Zum Hauptinhalt springen

Stadt Bern möchte Mieten zum Teil noch eintreiben

Mieter von Stadtwohnungen profitierten zu Unrecht von vergünstigten Mieten. Einen Teil davon will Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) zurückfordern. Er verlangt zudem eine Systemdebatte «ohne Denkverbote».

Christoph Hämmann/sar
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»:  Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»: Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Stefan Anderegg
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Finanzdirektor Alexandre Schmidt und Stadtpräsident Alexander Tschäppät setzten alle Empfehlungen von alt Bundesrichter Lorenz Meyer um.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Finanzdirektor Alexandre Schmidt und Stadtpräsident Alexander Tschäppät setzten alle Empfehlungen von alt Bundesrichter Lorenz Meyer um.
Susanne Keller
Alexandre Schmidt: «Einige Mieter waren tatsächlich dreist. »
Alexandre Schmidt: «Einige Mieter waren tatsächlich dreist. »
Susanne Keller
Viele Mieter haben ein höheres Einkommen oder Vermögen als für Sozialwohnungen vorgesehen. Oder sie erfüllen die Belegungskriterien nicht: Ein Haus, in dem die Stadt Bern vergünstigte Wohnungen anbietet.
Viele Mieter haben ein höheres Einkommen oder Vermögen als für Sozialwohnungen vorgesehen. Oder sie erfüllen die Belegungskriterien nicht: Ein Haus, in dem die Stadt Bern vergünstigte Wohnungen anbietet.
zvg/Stadt Bern
Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
Bei 58 Mietern war das Einkommen zu hoch für eine Vergünstigung.
zvg/Stadt Bern
Fälle mit stossenden Einkommens- oder Vermögensverhältnissen.
Fälle mit stossenden Einkommens- oder Vermögensverhältnissen.
zvg/Stadt Bern
Eine städtische Liegenschaft in Ausserholligen, in der die Stadt sogenannt «günstigen Wohnraum» anbietet.
Eine städtische Liegenschaft in Ausserholligen, in der die Stadt sogenannt «günstigen Wohnraum» anbietet.
Urs Baumann
Auch im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Auch im Murifeldquartier gibt es viele günstige Stadtwohnungen.
Andreas Blatter
1 / 10

Es war ein «enttäuschter» und «empörter» Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP), der am Montag vor die Medien trat. Den Mieterinnen und Mietern, die zum Teil jahrelang zu Unrecht von einem vergünstigten Mietzins profitiert hatten, warf er Dreistigkeit vor: «Eine Dreistigkeit, die ein ganzes System in Misskredit gebracht hat.» Der Berner Finanzdirektor reagierte damit auf die Untersuchung seiner Direktion, die am Sonntag nach einer Indiskretion publik geworden war. Das Ergebnis: Von 560 Mietparteien erfüllten letztes Jahr 298 die Bedingungen nicht, die an die Vergabe von vergünstigten Wohnungen geknüpft sind. Die Stadt vergab deshalb allein 2013 Subventionen von 710'000 Franken, auf die kein Anspruch bestand.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen