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Stadt Bern möchte Mieten zum Teil noch eintreiben

Mieter von Stadtwohnungen profitierten zu Unrecht von vergünstigten Mieten. Einen Teil davon will Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP) zurückfordern. Er verlangt zudem eine Systemdebatte «ohne Denkverbote».

Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»:  Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Nachbarn brauten für sie ein «Millionärsbier»: Die Familie Walz hat vor Gericht eine Erstreckung erwirkt. Nun muss sie erst in zwei Jahren aus ihrer städtischen Wohnung ausziehen.
Stefan Anderegg
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Lorenz Meyer untersuchte die Missstände in der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bern (hier bei einer Rede im Nationalratssaal im Jahr 2011). Er spricht von einem «Systemversagen».
Keystone
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Die Direktion von Gemeinderat Alexandre Schmidt muss jetzt aufzeigen, wie künftig solche Missbräuche verhindert werden können.
Keystone
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Es war ein «enttäuschter» und «empörter» Gemeinderat Alexandre Schmidt (FDP), der am Montag vor die Medien trat. Den Mieterinnen und Mietern, die zum Teil jahrelang zu Unrecht von einem vergünstigten Mietzins profitiert hatten, warf er Dreistigkeit vor: «Eine Dreistigkeit, die ein ganzes System in Misskredit gebracht hat.» Der Berner Finanzdirektor reagierte damit auf die Untersuchung seiner Direktion, die am Sonntag nach einer Indiskretion publik geworden war. Das Ergebnis: Von 560 Mietparteien erfüllten letztes Jahr 298 die Bedingungen nicht, die an die Vergabe von vergünstigten Wohnungen geknüpft sind. Die Stadt vergab deshalb allein 2013 Subventionen von 710'000 Franken, auf die kein Anspruch bestand.

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