Stadt lässt es knallen wie noch nie

Die Bundesfeier in der Hauptstadt ist ein Grossanlass geworden. In erster Linie richte er sich aber immer noch an die Bernerinnen und Berner, lässt die Stadt verlauten.

Am Nationalfeiertag gönnt sich Bern ein Spektakel. Das Feuerwerk auf dem Gurten ist Teil davon.

Am Nationalfeiertag gönnt sich Bern ein Spektakel. Das Feuerwerk auf dem Gurten ist Teil davon.

(Bild: Keystone)

Es ist eine richtige Sause, die die Stadt Bern plant: Am 1. August wird die Innenstadt zum Festgelände umfunktioniert, der Bundesplatz und die Bundesgasse sind für Autos gesperrt. Stattdessen findet «ein Gartenfest mit urbanem Parkcharme» statt: Ein 100 Meter langer Grill wird aufgestellt, auf dem die Besucherinnen und Besucher ihr Picknick bräteln können, auf einem «Grillmärit» werden Zutaten für das Gelage angeboten – lokale Gastronomen verkaufen Raclette, Salate und hausgemachte Würste.

Auf zwei Bühnen werden dreizehn Konzerte gespielt. Es gibt einen Brunch, ein Jassturnier und über den Tag verteilt neun Führungen durch das Münster, Trotinettführungen durch die Altstadt und Rundfahrten mit einem Oldtimerbus. Zum Erlacherhof, zum Generationenhaus, zur Heiliggeistkirche und zum Zytglogge sind die Türen geöffnet. Kinder können sich mitunter schminken lassen, ein mobiles Chasperlitheater schauen und Lampions für den abendlichen Umzug basteln. Schliesslich soll um 22.15 Uhr das traditionelle Feuerwerk auf dem Gurten über den Dächern der Hauptstadt explodieren, während im Freibad Ka-We-De bis um Mitternacht eine Poolparty steigt.

Hauptstadt im Fokus

Der Eindruck, den die Medienmitteilung der Stadtkanzlei hinterlässt, ist kein bescheidener. Will Bern etwa zum neuen 1.-August-Hotspot der Schweiz werden? «Natürlich schaut man am 1.-August auf die Hauptstadt», sagt Benjamin Sterchi, Leiter Beziehungspflege und Repräsentation, von der Stadtkanzlei. Er stellt jedoch klar: «Wir haben uns nicht auf die Fahne geschrieben, die grösste 1.-August-Feier der Schweiz haben zu wollen.»

In erster Linie richte sich der Anlass an Bernerinnen und Berner aus Stadt und Region, «es sind aber selbstverständlich alle herzlich willkommen». Ausserdem habe man versucht, verschiedene Altersgruppen anzusprechen. «Wir möchten ein vielfältiges Programm anbieten, damit die Leute einen schönen Tag in der Stadt verbringen können.» Mit dem Stadtgarten wolle man ein neues Konzept ausprobieren.

200'000 Franken Budget

Dass die Bundesfeier über die letzten Jahre hinweg gewachsen sei, sieht auch Sterchi so. «Es sind immer wieder Programmpunkte dazugekommen, wir haben Neues ausprobiert – da hat schon ein gewisses Wachstum stattgefunden.»

Ein weiterer Faktor, der die Grösse der Festivitäten beeinflusse, seien die Sponsorenbeiträge. Während die Stadt einen Fixbetrag von 100'000 Franken bezahle, seien die Sponsorenbeiträge variabel. Dieses Jahr betrage das Budget für den Anlass 200'000 Franken, so Sterchi.

Eine eigene Feier findet traditionsgemäss im Berner Westen statt: Die Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem lädt zum Fest bei der Pfrundscheune in der Parkanlage Brünnengut. Dort ist ab 18 Uhr eine Festwirtschaft in Betrieb. Drei Lampionumzüge ziehen durch Bümpliz und Bethlehem. Um 22 Uhr wird das grosse 1.-August-Feuer ange­zündet.

Das Programm der 1.-August-Feier der Stadt Bern: www.bern.ch/bundesfeier; das Programm der Feier in Bern-West: www.qbb.ch.

Auch das Feuerwerk auf dem Gurten wird stattfinden.

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