Zum Hauptinhalt springen

Stadt plant weitere Verbesserungen für Velofahrer und Fussgänger

Die Stadt Bern will Hunderte zusätzliche Veloabstellplätze am Bahnhof schaffen und mit weiteren Massnahmen ihren Ruf als fussgänger- und velofreundliche Stadt festigen.

Selbst oft mit dem Fahrrad unterwegs: Gemeinderätin Regula Ryth.
Selbst oft mit dem Fahrrad unterwegs: Gemeinderätin Regula Ryth.
Iris Andermatt

Das kündigte Gemeinderätin Regula Rytz am Donnerstag vor den Medien an.

Zum zehnjährigen Bestehen der Fachstelle Fuss- und Veloverkehr zog Rytz eine positive Bilanz: Fussgänger und Velofahrer könnten sich heute komfortabler und sicherer durch die Stadt bewegen, betonte sie unter Verweis auf die vielen «Kleinmassnahmen» im städtischen Verkehrsnetz.

Ein Schwachpunkt bleibe der Veloparkplatz-Mangel rund um den Bahnhof, räumte Rytz ein. Deshalb sei bei der Schanzenpost eine vierte Velostation in Planung, wo Velos für 1 Franken pro Tag an einem gedeckten und bewachten Ort deponiert werden können. Die drei bestehenden Velostationen sind laut Rytz sehr gut ausgelastet.

Veloverleih-System in Planung

In Planung befindet sich auch ein dezentrales Veloverleih-System, wie es aus anderen Städten bekannt ist. Die Fuss- und Velopasserelle Ausserholligen ist ebenfalls in Sichtweite gerückt - sie soll dereinst vom Europaplatz nach Weyermannshaus Ost führen.

Weiter hofft die Stadt Bern laut Rytz, dass der Kanton das Projekt einer Fuss- und Velobrücke vom Breitenrain in die Länggasse vorantreibt.

Der Nutzen dieses Projekts sei schon lange belegt, betonte die Interessengemeinschaft Pro Velo Bern in einem Communiqué. Die Organisation rief zugleich die Stadt zu weiterem Engagement zugunsten der Velofahrer auf: Eine Verdoppelung des Veloverkehrs bis 2015 sei möglich. Rytz hält dies für ein ehrgeiziges Ziel; die Stossrichtung sei aber sicher richtig.

Schneller «Langsamverkehr»

Der Einsatz der Stadt zugunsten von Fussgängern und Velofahrern geht auf eine Abstimmung von 1999 zurück. Damals gab der Souverän grünes Licht für die Förderung des so genannten «Langsamverkehrs», der in Städten oft schneller ist als der motorisierte Verkehr.

Die Fachstelle für Fuss- und Veloverkehr nahm ihre Arbeit 2001 auf. Den beiden Mitarbeitern stehen jährlich 1,25 Millionen Franken für die Umsetzung kleinerer Massnahmen und Kampagnen zur Verfügung. So werden für Fussgänger etwa Trottoirs verbreitet, Kinderwagenrampen bei Treppen erstellt und Beleuchtungen verbessert.

Die Veloförderung ihrerseits hat in den Augen der Stadtbehörden auch Grenzen, wie Rytz deutlich machte. «Der Veloverkehr ist Teil des Strassenverkehrs und soll deshalb im Mischverkehr auf der Strasse geführt werden.» Die Stadt sei aber bemüht, wenn immer möglich «eigene Velofahrbereiche» anzulegen.

SDA/js

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch