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Stadtberner Skiclub wird 100

Der Berner Skiclub Christiania feiert seinen 100. Geburtstag. Die ersten Rennen fanden am Gurten statt. Der Skiclub war es auch, der in den 1920er-Jahren die Sprungschanze baute.

Die «Chrigeler» feiern ihr Jubiläum. Im Hintergrund der Gründungsort des Skiclubs Christiania, das heutige Bistrot Morillon.
Die «Chrigeler» feiern ihr Jubiläum. Im Hintergrund der Gründungsort des Skiclubs Christiania, das heutige Bistrot Morillon.
Iris Andermatt
Highlight der Clubgeschichte: Bau der Gurten-Sprungschanze.
Highlight der Clubgeschichte: Bau der Gurten-Sprungschanze.
Scchristiania.ch
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«12 wackere Mannen, beheimatet am Fusse des Gurtens» – wie es in der Chronik heisst – gründeten am 4. März 1917 im Café Frohheim (heute Bistrot Morillon) den Skiclub Christiania. Mehr zu reden als die Gründung gab von Anfang an der Name des Clubs. Vorschläge wie SC Gurtenbühl, SC Wabern, Fidelia und Telemark konnten sich nicht durchsetzen. Schliesslich einigten sich die Gründerväter auf den Namen Christiania.

«Es gibt Leute, die meinen, wir seien christlich angehaucht», sagt Urs von Allmen, der im Club für die Kommunikation zuständig ist. «Aber der Name wurde entlehnt von der norwegischen Hauptstadt (1924 umbenannt in Oslo) sowie dem gleichnamigen Skischwung.» Der Christiania ist ein scharfer Haltebogen mit Innenlage. «Chrigeler» nennen sich bis heute die Clubmitglieder.

«Wir sind rund 130 Mitglieder, das Durchschnittsalter liegt zwischen 45 und 50 Jahren», sagt Präsident Michael Bütikofer. Er sähe es gern, wenn sich der Skiclub verjüngen würde.

Der Bau der Sprungschanze

Mit Skifahren allein begnügte sich der Club in den Anfängen nicht. Kurz nach der Gründung wurden jeweils auch Steinstossen und -heben, Schwingen, Ringen und Schwimmen angeboten. Ski gefahren wurde nicht nur im Oberland, sondern vielfach vor der Haustüre, am Gurten, wo zahlreiche Rennen durchgeführt wurden. Fehlte am Berner Hausberg der Schnee, zogen die Mannen in ihr Clubhaus im Gantrischgebiet.

Auf dem Programm stand auch das Skispringen, das anfänglich etwa am Grenchenberg oder auf dem Jungfraujoch durchgeführt wurde. Ein Highlight in der Clubgeschichte kam dann in den 1920er-Jahren. Der Skiclub durfte auf dem Gurten eine Sprungschanze errichten.

Subventioniert wurde der Bau von der Stadt Bern und der Gurtenbahn, die je 500 Franken beisteuerten. Drei Clubmitglieder halfen mit weiteren 1500 Franken aus. 1929 war die Schanze fertiggestellt. Ein gewisser Münger Hans schaffte vor 1500 Zuschauern ein paar Jahre später mit 33 Metern Weite den Schanzenrekord.

Grosses Festprogramm

1947 baute der Skiclub ein neues Berg- und Skihaus im Selital, nachdem der Vorgängerbau ­abgebrannt war. In dieser ­«Chrigeler»-Hütte findet am 19. August der Jubiläumsanlass zum 100. Geburtstag statt. Es ist aber bei weitem nicht der einzige Event in diesem Jahr.

Am 4. März treffen sich die Mitglieder nämlich an jenem Ort, wo der Skiclub Christiania 1917 gegründet wurde: Im Bistrot Morillon wird auf den Club angestossen. Und am 1. April wird am Birehubel im Gantrischgebiet der für den Club legendäre Frühlingsriesenslalom mit Après-Ski-Party durchgeführt.

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