Zum Hauptinhalt springen

Stadtgeschichte voller Wut

Der neuste Rundgang von StattLand entstand im Auftrag der Biennale Bern und führt während neunzig Minuten an «Orte der Wut». Dabei wird auf aufregende Weise bewusst gemacht, wie vielfältig sich Wut artikulieren kann.

Frau im roten Tuch vor der Reitschule: Seit 25 Jahren treibt der Ort aus unterschiedlichen Gründen Zornesröte in Berner Gesichter. StattLand, Orte der Wut.
Frau im roten Tuch vor der Reitschule: Seit 25 Jahren treibt der Ort aus unterschiedlichen Gründen Zornesröte in Berner Gesichter. StattLand, Orte der Wut.
zvg

Ausnahmezustand in Bern: Wütende Arbeiter ziehen von einer Versammlung in der Stadt zu den Baustellen im Kirchenfeld. Sie demolieren Baugerüste und «brätsche die cheibe Maisfrässer», italienische Bauarbeiter, denen die arbeitslosen Bauhandlanger Lohndrückerei vorwerfen. Die Polizei verhaftet 14 Randalierer und steckt sie in den Käfigturm; die Tumulte verlagern sich in die Innenstadt, der Zorn der Arbeiter gilt neu der Obrigkeit. Herbeigerufene Armeetruppen schlagen den Aufstand nieder. Um die öffentliche Ordnung zu wahren, bleiben die Truppen einen ganzen Monat.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.