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Stadtrat sagt Ja zur Überbauungsordnung fürs Insel-Areal

Das Gebiet um das Inselspital Bern soll in den nächsten Jahren kontinuierlich erneuert werden. Das Stadtparlament hat am späten Donnerstagabend die dafür nötige Überbauungsordnung genehmigt.

So wird das neue Herz- und Gefässzentrum aussehen...
So wird das neue Herz- und Gefässzentrum aussehen...
zvg/Inselspital
...und so das Organzentrum. Ab 2018 wird dort zuerst das Frauenzentrum untergebracht.
...und so das Organzentrum. Ab 2018 wird dort zuerst das Frauenzentrum untergebracht.
zvg/Inselspital
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Die Überbauungsordnung für das Insel-Areal, die der Stadtrat am Donnerstagabend genehmigt hat, kommt voraussichtlich am 8. März 2015 vors Stadtberner Stimmvolk.

Der Stadtrat stellte sich mit 55 Ja- zu 10 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen hinter die Überbauungsordnung, die der Gemeinderat vorgelegt hatte. Das Planungspapier regelt die bauliche Weiterentwicklung des Insel-Areals bis ins Jahr 2060.

Die heute auf dem Areal verstreuten Kliniken sollen gebündelt werden. Das markante Bettenhochhaus wird 2025 abgerissen, stattdessen soll ein neues Herz- und Gefässzentrum das Areal prägen.

«Nationale Ausstrahlung»

Die Überbauungsordnung ermöglicht laut Gemeinderat eine «langfristig geordnete und nachhaltige Bebauung des Areals». Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) hob die «nationale Ausstrahlung» des Inselspitals hervor. Das Geschäft sei wichtig für die Stadtentwicklung.

Das sahen auch die Stadtratsfraktionen so. Das Inselspital sei ein wichtiger Standortvorteil für Bern und der grösste Arbeitgeber der Stadt, tönte es von links bis rechts. Das heutige «Chaos» auf dem Gelände erschwere Besuchern die Orientierung und der Klinik effiziente Abläufe, sagte Daniel Imthurn (GLP).

Streitpunkt Verkehr

Vorbei mit der Einigkeit war es allerdings beim Thema Verkehr und Parkplätze. Klar ist: Die Weiterentwicklung des Areals wird zu Mehrverkehr führen. Das neue Erschliessungskonzept sieht vor, die Verkehrsströme des Fuss- und Veloverkehrs und des motorisierten Individualverkehrs zu entflechten.

Voraussichtlich Ende 2015 wird die Trolleybus-Linie 11 das Inselspital direkt erschliessen. Ab 2030 wird es zusätzliche flankierende Massnahmen brauchen, um das Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Die rot-grüne Stadtratsmehrheit setzte nun durch, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel bei der Anreise ins Inselspital noch stärker gefördert werden sollen. Ein Mobilitätskonzept soll Massnahmen aufzeigen, wie Patienten, Besucher, Personal und Studierende möglichst ohne Auto aufs Areal gelangen.

Ein entsprechender Antrag der vorberatenden Kommission wurde mit 38 Ja- zu 29 Nein-Stimmen angenommen. Ans Inselspital grenzten Wohnquartiere, deshalb müsse die Weiterentwicklung «quartierverträglich» geschehen, sagte Franziska Grossenbacher namens der Fraktion GB/JA.

«Ideologische Fesseln»

Die Bürgerlichen wehrten sich dagegen, dem Insel-Spital «ideologisch motivierte Fesseln anzulegen», wie es Alexander Feuz (SVP) ausdrückte. Pascal Rub (FDP) sagte, das Inselspital brauche keine Nachhilfe in Umweltschutz, es leiste schon heute diesbezüglich viel.

Verschiedene Sprecher wiesen darauf hin, dass das Spital genügend Parkplätze brauche. Darauf seien nicht nur Besucher angewiesen, sondern auch das Personal mit seinen unregelmässigen Arbeitszeiten. Doch der Antrag der Kommissionsminderheit, die Anzahl Parkplätze auf dem Insel-Areal zu erhöhen, wurde klar abgelehnt.

Ebenfalls verworfen wurde ein Antrag, die Überbauungsordnung auf 15 Jahre zu beschränken. Auf Zustimmung stiess hingegen der Antrag der Grünliberalen, die Bauten und Anlagen auf dem Areal an den Grundsätzen der 2000-Watt-Gesellschaft zu orientieren.

SDA/sih

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