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Stadtratspräsident Philip Kohli spendet sein Sitzungsgeld

Nach dem Sitzungsabbruch vom vergangenen Donnerstag setzt der Berner Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) ein Zeichen. Er spendet das Sitzungsgeld für die zweite Sitzung der Spysi.

Der Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) verzichtet auf sein Sitzungsgeld.
Der Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) verzichtet auf sein Sitzungsgeld.
Franziska Rothenbühler

Es war ein Debakel für das Berner Stadtparlament. Da die Stimmenzähler Abstimmungsergebnisse nicht zweifelsfrei erheben konnten, wurde der Stadtratspräsident Philip Kohli (BDP) bestürmt, Abstimmungen zu wiederholen. Es kam zu Wortgefechten und schliesslich entschied der Rat, die Sitzung kurz vor 22 Uhr abzubrechen.

Sie fand wegen Arbeiten im Berner Rathaus ausnahmsweise im Tell-Saal in Ostermundigen statt. Ohne elektronische Stimmenzählung. Inhaltlich ging es um die Finanzierung des zweiten Teils einer Werbekampagne fürs Velofahren.

Nun zieht Stadtratspräsident Philip Kohli erste Konsequenzen. «Ich werde auf mein Sitzungsgeld verzichten und es zugunsten der Spysi spenden», teilt er den Mitgliedern in einer Mail mit, die am Montagabend auch an die Medien ging.

Er lädt seine Kolleginnen und Kollegen ein, es ihm gleich zu tun: «Euch möchte ich diese Möglichkeit auch unterbreiten. Das Ratssekretariat wird daher für die Stadtratssitzung vom 29. August 2019 Zettel vorbereiten auf denen ihr angeben könnt, ob ihr euer Sitzungsgeld für die zweite Sitzung spenden oder auf das Sitzungsgeld verzichten wollt», schreibt er an die Ratsmitglieder.

Zum Abschluss wiederholt er, was er bereits am Freitag gegenüber dieser Zeitung gesagt hat: «Für eure unermüdliche Arbeit in eurem Amt bin ich sehr dankbar. Bitte entschuldigt die chaotische zweite Teilsitzung, für welche ich, zumindest einen Teil der Verantwortung übernehme und hinstehe.»

Für eine Sitzung, die bis zu drei Stunden dauert, erhält der Stadtratspräsident 160 Franken. Ein Mitglied des Stadtrats 80 Franken.

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