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Stimmvolk entscheidet über Bau von 190 neuen Wohnungen in Holligen

Die Stadtberner Stimmberechtigten entscheiden im kommenden Mai an der Urne, ob im Raum Holligen 190 neue Wohnungen gebaut werden und ein neuer Park entsteht. Mit der so genannten «Planung Holligen» soll das Quartier baulich verdichtet werden.

In der Region Holligen leben 6500 Menschen, mehr als doppelt so viele arbeiten hier.
In der Region Holligen leben 6500 Menschen, mehr als doppelt so viele arbeiten hier.

Die Stadt Bern als Grundeigentümerin möchte auf einem Areal an der Mutachstrasse 110 Wohnungen für Familien bauen, weitere 60 Wohnungen sind auf einem Areal zwischen der Holligen- und der Könizstrasse geplant. Potenzial für weitere 20 Wohnungen gibt es in der Region Freiburg-/Huberstrasse.

Nördlich der Schlossstrasse soll ein öffentlicher Park entstehen. Das Quartier liegt an der neuen Achse des Trams Bern West. Es ist ausserdem gut mit Läden für den täglichen Bedarf ausgestattet.

Die Stadt müsse haushälterisch mit ihrem Boden und dem Geld umgehen, betonte Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Montag vor den Medien. Es liege also auf der Hand, ein so optimal erschlossenes Quartier baulich zu verdichten.

Klar sei aber, dass die Umgebung rund um das Schloss Holligen eine spezielle Behandlung brauche, führte Tschäppät aus.

Unterschiedliche Reaktionen

Die SP und die Grüne Partei Bern-Demokratische Alternative blicken kritisch auf die Vorlage. Beide Parteien wollen die freien Grünflächen erhalten. Die SP Holligen habe sich schon vor 20 Jahren mit einer Volksinitiative gegen die Überbauung der Schlossmatte gewehrt, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Nun werde ein zweiter Versuch unternommen, mit einer Teilüberbauung die grüne Schlossmatte nach und nach zu zerstören. Die geplante Überbauung sei ein massiver Eingriff in den heute intakten Grüngürtel.

Verdichtetes Bauen könne durchaus sinnvoll sein, schreibt die Grüne Partei Bern (BPB-DA) in ihrer Mitteilung. Dies bedeute jedoch nicht, dass alle «sogenannt unternutzten Gebiete» aufgefüllt werden müssten. Sonst entstehe ein gesichtsloser «Siedlungsbrei».

In der Region Holligen leben rund 6500 Menschen, mehr als doppelt so viele arbeiten hier. Zusätzliche Einwohner, insbesondere Familien, könnten mehr Schwung ins Quartier bringen, hofft die Stadt.

Der Gemeinderat hat die Vorlage zu Handen des Stadtparlaments verabschiedet. Dieses wird sich voraussichtlich im Februar mit dem Geschäft befassen.

SDA/met

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