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Streit um Berner Reitschule - Stadt will Geldhahn zudrehen

Die Berner Reitschule sorgt erneut für politischen Zwist: Die zuständige stadträtliche Kommission empfiehlt den Leistungsvertrag 2012-15 mit der Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule (IKuR) zur Ablehnung.

Die Berner Reitschule steht unter scharfer Beobachtung.
Die Berner Reitschule steht unter scharfer Beobachtung.
Christian Pfander

Erstens habe der Gemeinderat die Konsequenzen aus einer Motion der Fraktion GFL/EVP nicht gezogen, begründete die Kommission für Soziales, Bildung und Kultur (SBK) am Dienstag ihren Entscheid. Der Vorstoss zielte darauf ab, die Reitschul-Betreiber zu mehr Sicherheitsanstrengungen zu verpflichten.

Ausserdem liege der definitive Vertrag mit der IKuR noch gar nicht vor, hielt die Kommission weiter fest. Deshalb könne sie den Leistungsvertrag - anders als die Abkommen mit den anderen Kulturinstitutionen - nicht zur Annahme empfehlen. Das letzte Wort hat der Stadtrat am 3. März.

Linksparteien reagierten erbost auf den Kommissionsentscheid. So warf das Grüne Bündnis der SBK vor, sie missachte den Volkswillen. Schliesslich habe sich der Berner Souverän im letzten Herbst klar hinter die «Kulturinstitution Reitschule» gestellt.

Auch die Junge Alternative warf der Kommission «unsinige Zwängerei» vor. Die Richtlinienmotion sei längstens erfüllt. So verfüge die Reitschule seit dem Abschluss der neuen Sicherheitsvereinbarung im November 2009 über einen Sicherheitsdienst. Sie habe nun auch verbindliche Ansprechpersonen für die Stadt. Der Leistungsvertrag sieht Zahlungen von insgesamt 1,52 Millionen Franken vor, also 380'000 Franken pro Jahr.

SDA/tan

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