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Streit um verwüstetes Turnfestgelände in Ipsach beigelegt

Im Juni 2013 fegte ein Sturm über das Thurnfest in Ipsach. Die Organisatoren mussten das Gelände anschliessend für 13o'000 sanieren. Der folgende Streit wurde mittlerweile geschlichtet, das Strafverfahren ist aber noch hängig.

Viele Zelte lagen nach dem verheerenden Sturm am Boden.
Viele Zelte lagen nach dem verheerenden Sturm am Boden.
Enrique Muñoz Garcia

Zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Sturm am eidgenössischen Turnfest in Biel ist der Streit um das bei den Räumungsarbeiten verwüstete Fussballfeld in Ipsach beigelegt. Die Gemeinde lässt ihre zusätzlichen Geldforderungen fallen.

Das Organisationskomitee des Turnfestes vom Juni 2013 nehme erfreut zur Kenntnis, dass die Gemeinde Ipsach das bei der Schlichtungsbehörde Berner Jura-Seeland eingereichte Zivilverfahren bedingungslos zurückgezogen habe, teilte OK-Präsident und Ständerat Hans Stöckli am Dienstag mit.

Auf dem Fussballplatz in Ipsach stand ein grosses Zelt, das vom Sturm zerfetzt wurde. Bei den nachfolgenden Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät wurde das Gelände arg in Mitleidenschaft gezogen. Das Grundstück wurde anschliessend für 130'000 Franken saniert, was von den Turnfest-Organisatoren bezahlt wurde.

Die Gemeinde zeigte sich in der Folge mit dem Resultat nicht zufrieden. Der Platz war nach langen Regenfällen immer wieder unbespielbar. Aufgrund eines externen Gutachtens forderte die Gemeinde eine Totalsanierung mit Kostenfolgen von bis zu einer halben Millionen Franken.

Die Turnfestorganisatoren hingegen stellten sich auf den Standpunkt, dass der Zustand des Trainingsplatzes nach der Sanierung von 2013 «zumindest nicht schlechter war, als beim Aufbau der Turnfestinfrastruktur», wie Stöckli schreibt.

Strafrechtliches Verfahren «auf der Zielgeraden»

Noch nicht abgeschlossen ist das strafrechtliche Verfahren der Berner Justiz gegen den Turnfestdirektor. Beim Sturm über dem Turnfestgelände waren zahlreiche Menschen verletzt worden, ein Turner erlitt schwere Kopfverletzungen.

OK-Präsident Stöckli hofft darauf, dass das hängige Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingestellt wird. Das Verfahren befinde sich «auf der Zielgeraden», sagte dazu Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. Es müsse aber noch über den Antrag einer Privatklägerin auf weitere Beweismassnahmen entschieden werden.

Am eidgenössischen Turnfest vom Juni 2013 nahmen insgesamt 60'000 Sportlerinnen und Sportler teil. Bereits die Eröffnungsfeier vom 13. Juni wurde durch ein Gewitter durcheinander gewirbelt. Eine Woche später fegte ein Sturm mit Windböen von bis zu 124 Stundenkilometern über das Festgelände.

Turnfest-Direktor Fränk Hofer sagte am Tag nach dem Sturm, ein vorzeitige Evakuierung des Geländes mit 15'000 Personen wäre mit Risiken verbunden gewesen. Als die Evakuation nach Meldungen von Sturm und Hagel in Neuenburg beschlossen wurde, brach das Gewitter in Biel los.

SDA/fer

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