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Sturm: 130 km/h auf dem Bantiger – 10'000 Haushalte ohne Strom

In der Nacht auf Freitag gingen bei der Kantonspolizei Bern 26 Meldungen ein. Es kam zu mehreren Stromausfällen. Zeitweise waren mehr als 10'000 BKW-Kunden ohne Strom .

Bei Tageslicht zeigt sich das Ausmass der Sturmschäden in Biel.
Bei Tageslicht zeigt sich das Ausmass der Sturmschäden in Biel.
An der Ecke Aarbergstrasse/Dr.-Schneider-Strasse zwischen Biel und Nidau ist ein Baugerüst eingestürzt.
An der Ecke Aarbergstrasse/Dr.-Schneider-Strasse zwischen Biel und Nidau ist ein Baugerüst eingestürzt.
Joel Schweizer
Wegen der Aufräumarbeiten war die Dr.-Schneider-Strasse am Freitagmorgen zwischenzeitlich nicht für Autos passierbar.
Wegen der Aufräumarbeiten war die Dr.-Schneider-Strasse am Freitagmorgen zwischenzeitlich nicht für Autos passierbar.
Joel Schweizer
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Das Sturmtief «Egon» hat im Kanton Bern mehrere Bäume entwurzelt, Bauabschrankungen umgeweht und für Stromausfälle gesorgt. Verletzt wurde niemand, wie die Kantonspolizei am Freitagmorgen auf Anfrage bekanntgab.

27 Meldungen aus dem ganzen Kantonsgebiet gingen im Zusammenhang mit dem Sturm bis Freitagmorgen bei der Polizei ein, so Mediensprecher Dominik Jäggi. Vereinzelt wurden auch Gerüstteile auf die Strasse geweht und in Evilard/Leubringen und in Frinvillier im Berner Jura fiel der Strom aus.

Über 10'000 Haushalte ohne Strom

Die BKW meldete am Freitagmorgen auch einen Stromausfall in der Region Mühleberg. Wegen verschiedener Versorgungsunterbrüche seien zeitweise mehr als 10'000 BKW-Kunden ohne Strom gewesen, schreibt das Unternehmen. Die Störungen wurden insbesondere durch Äste und Bäume ausgelöst, welche auf Stromleitungen fielen. Zu den Stromausfällen kam es zwischen Donnerstagabend, 21.50 Uhr und Freitagmorgen, 5 Uhr. Ab 5 Uhr waren alle BKW-Kunden wieder am Netz.

130 km/h auf dem Bantiger

Auf den Anhöhen der Gemeinde Mühleberg blies der Wind gemäss einem Communiqué des Wetterdiensts Meteonews auch besonders heftig: Im Gebiet Stockeren wurde eine Böe von 100 Kilometern pro Stunde registriert. Noch heftiger blies der Wind im Kanton Bern auf dem Chasseral (144 km/h), dem Bantiger (130 km/h) und dem Jungfraujoch (117 km/h).

In der Stadt Bern kämpften die städtischen Verkehrsbetriebe Bernmobil am frühen Freitagmorgen mit eisigen Strassen an abschüssigen Stellen: Per Twitter meldete das Unternehmen Unterbrüche auf den Linien 12, 15 und 19. Um etwa 8.30 Uhr waren aber alle Probleme laut Twitter-Meldungen behoben.

Die Burgergemeinde Bern, Besitzerin von mehreren Wäldern in der Region Bern, rief am Freitagvormittag zu Vorsicht beim Betreten von Wäldern auf. Auch scheinbar unbeschädigte Bäume könnten in den kommenden Tagen wegen der stürmischen Winde der vergangenen Nacht und wegen des Schneefalls noch umstürzen.

Lauberhorn-OK ist optimistisch

Optimistisch hinsichtlich der Lauberhornrennen vom Freitag bis Sonntag gab sich am Freitagmorgen im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF OK-Chef Urs Näpflin. Er sagte, es gebe eine gute Chance für eine Wetterberuhigung am Samstagmittag, also dem Zeitpunkt, zu dem die Abfahrt in Wengen stattfinden soll. Er glaube, dieses Rennen sei nicht in Gefahr: «Im Gegenteil, wir sind sehr zuversichtlich». Der Slalom vom Sonntag könne ohnehin stattfinden.

Für die Kombination am heutigen Freitag hat das OK wetterbedingt bereits eine Änderung des normalen Ablaufs vorgenommen: Zuerst geht der Slalom (10.15 Uhr) über die Bühne und erst dann die Abfahrt (13.45 Uhr).

pd/mbu

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