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Swiss Brand Museum ist eröffnet

Seit Mittwochabend ist Bern um ein Museum reicher. Auf der Nydeggbrücke wurde das Swiss Brand Museum mit helvetischen Alltagserfindungen feierlich eröffnet.

Am Mittwoch, 22. April 2015, wurde um 18 Uhr auf der Nydeggbrücke in Bern das Swiss Brand Museum eröffnet.
Am Mittwoch, 22. April 2015, wurde um 18 Uhr auf der Nydeggbrücke in Bern das Swiss Brand Museum eröffnet.
Keystone
Das neue Markenmuseum ist eine Idee von zwei jungen Bernern, welche das Gebäude im vergangenen Jahr von der Stadt Bern zur Miete erhielten.
Das neue Markenmuseum ist eine Idee von zwei jungen Bernern, welche das Gebäude im vergangenen Jahr von der Stadt Bern zur Miete erhielten.
Keystone
Eigentlich presste der Ingenieur Robert Victor Neher 1910 Aluminiumbalken, weil er mit dem Ergebnis Ballonhüllen kaschieren wollte. Doch die Industrie sah einen anderen Verwendungszweck: Bald schon hüllte der Berner Schokoladenproduzent Tobler seine Produkte in Alufolie, viele taten es ihm gleich.
Eigentlich presste der Ingenieur Robert Victor Neher 1910 Aluminiumbalken, weil er mit dem Ergebnis Ballonhüllen kaschieren wollte. Doch die Industrie sah einen anderen Verwendungszweck: Bald schon hüllte der Berner Schokoladenproduzent Tobler seine Produkte in Alufolie, viele taten es ihm gleich.
zvg
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Ein Zollhäuschen ist es ursprünglich gewesen. Später lebte der Bärenwärter drin. Nun ist ein Museum in das kleine Sandsteingebäude auf der Nydeggbrücke gezogen: Das Swiss Brand Museum. Am Mittwochabend wurde das Markenmuseum in Bern feierlich eröffnet.

Gäste aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren bei der Eröffnung anwesend. Darunter auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät, der SRK-Direktor Markus Mader oder die Designerin Ida Gut. Die Musiker Endo Anaconda und Schifer Schafer eröffneten das Swiss Brand Museum ab 21 Uhr auch musikalisch.

Nescafé, Voltaren und Skis von Stöckli

Das Mini-Museum beim Bärenpark widmet sich ausschliesslich Schweizer Markenartikeln und deren Geschichte. Das Markenmuseum ist eine Idee von zwei jungen Bernern - Christian Herren und Levin Dennler. Die beiden hatten das Gebäude im vergangenen Jahr von der Stadt Bern zur Miete erhalten und gingen dann auf die Suche nach der bestmöglichen Verwendung.

In den nur wenige Quadratmeter grossen Ausstellungsräumen sind nun in einer Dauerausstellung bekannte Markenartikel wie etwa Nescafé oder Voltaren zu sehen - mitsamt Angaben zu deren Geschichte. Auch weshalb das Birchermüesli seinen Namen trägt, ist zu erfahren, oder wie es zur Erfindung der Aluminiumfolie kam.

Erstmals für Öffentlichkeit zugänglich

Sogar Platz für eine Wechselausstellung gibt es im Häuschen - dort wird etwas umfassender auf eine Marke oder einen Markenartikel eingegangen. Das Zielpublikum des Museums sind einheimische und ausländische Touristen. Dank eines kleinen Ladens und der Zusammenarbeit mit den Firmen, von denen die ausgestellten Artikel stammen, ist der Museumseintritt gratis.

«Immer wieder haben wir gesagt: Es wäre toll, in diesem Gebäude ein Projekt zu realisieren», sagte der 23-jährige Herren im Vorfeld gegenüber Redaktion Tamedia. «Als das Zollhäuschen letzten August ausgeschrieben wurde, wussten wir: Jetzt oder nie.» Das Unesco-geschütze Zollhaus beim Bärenpark wird somit nach über 120 Jahren erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

SDA/mib

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