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«Tanz dich frei»: Stadt reicht Anzeige gegen Unbekannt ein

Der Berner Gemeinderat hat Strafanzeige gegen unbekannt erhoben. Dies wegen verschiedener Delikte bei den Krawallen von «Tanz dich frei». Die Stadt wird damit zur Privatklägerin bei einem Strafverfahren.

Am Samstag fand in Bern die dritte Ausgabe von «Tanz dich frei» statt.
Am Samstag fand in Bern die dritte Ausgabe von «Tanz dich frei» statt.
Claudia Salzmann
Was eine friedliche Tanzparade hätte sein sollen, endete im Chaos: Polizei und Teilnehmer des Tanzumzuges liefern sich bis in die späte Nacht hinein eine Schlacht. Im Bild ein Teilnehmer.
Was eine friedliche Tanzparade hätte sein sollen, endete im Chaos: Polizei und Teilnehmer des Tanzumzuges liefern sich bis in die späte Nacht hinein eine Schlacht. Im Bild ein Teilnehmer.
Claudia Salzmann
Um 20 Uhr soll der Umzug starten. Aber 13'000 Teilnehmer sind das noch nicht.
Um 20 Uhr soll der Umzug starten. Aber 13'000 Teilnehmer sind das noch nicht.
Claudia Salzmann
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Die Liste der Straftaten rund um «Tanz dich frei» ist lang: Sachbeschädigung, Diebstahl, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden, Verstoss gegen das Vermummungsverbot und Verunreinigung fremden Eigentums sind nur einige der Delikte, wegen deren die Stadt Bern nun Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht hat.

Weil die Stadt unmittelbar von den «Tanz dich frei»-Krawallen betroffen ist, steht es ihr zu, Privatklage einzureichen. Im Falle einer Verurteilung kann die Stadt von den Krawallmachern Schadenersatz einfordern, wie Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) erklärt. «Wenn das Gericht eine Person zum Beispiel wegen der Zerstörung eines Billettautomaten verurteilt, dann hat die Stadt als Privatkläger Anspruch auf entsprechenden Schadenersatz.»

Durch die Privatklage erhält die Stadt Bern im Laufe eines Verfahrens ausserdem Akteneinsichtsrecht, kann an den Gerichtsverhandlung teilnehmen und den Angeklagten Fragen stellen. Bereits Ende Mai haben zudem sämtliche betroffenen Abteilungen und Betriebe der Stadt Bern – zum Beispiel Bernmobil, EWB oder die Berufsfeuerwehr – wegen Sachbeschädigung Anzeige erstattet.

Antrag bei Facebook

Die Stadt stellt ausserdem einen Beweisantrag, der darauf abzielt, von Facebook die Herausgabe der IP-Adresse des «Tanz dich frei»-Accounts zu verlangen. «Facebook hat in anderen Fällen signalisiert, dass man bei einem vorliegenden Gerichtsurteil die IP-Adresse herausgeben würde», so Nause.

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