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TeleBärn sendet aus dem Multimediahaus

Nun ist es so weit: Ab heute strahlt TeleBärn seine Sendungen vom neuen Studio am Nordring aus. Zeitungen, Radio, TV- und Internet-Redaktion produzieren neu unter einem Dach. Die Villa in Wabern ist Geschichte.

TeleBärn ist tot. Es lebe TeleBärn. Die Tage des Berner Lokalsenders am Standort Wabern sind gezählt. Die kleinräumige Villa, die keinen Platz hatte für zwei Kulissen, ist ausgeräumt. Kabel sind herausgerissen, Nägel, Dübel und Staub haben ihre Spuren hinterlassen. 4989 Tage lang, seit März 1995, kamen von hier aus News, Sport, Talk und Matthias Lauterburg über den Äther. Die letzten Kisten sind gepackt, die meisten schon am neuen Ort, am Nordring in der Berner Lorraine. Während des Umzugs musste sich das Regie-Team bis gestern mit einem kleinen Übertragungswagen zufrieden geben.

Alles wird besser

Künftig wird alles anders und hoffentlich auch besser, wenn sich Studio, Technik und Redaktion am neuen Ort eingelebt haben. Wendeltreppe hoch und Wendeltreppe runter, und schon erreichen die TeleBärn-Mitarbeiter ihre Kollegen von Radio Capital FM, der Berner Zeitung und von der Internet-Redaktion. Auf sechs Etagen hat das ganze Haus ein einheitliches Face-Lifting in den Farben Rot, Weiss und Anthrazit erhalten.

Freilich ist auch der neue Standort noch eine halbe Baustelle. Weiterhin liegen und hängen unzählige Kabel an den Wänden und auf dem Boden. Da wird auch mal geflucht, wenn die Kiste zu schwer ist oder nicht jene Aufzeichnungen drin sind, die man so dringend sucht.

Alles wird leichter

Die TeleBärn-Equipe hofft nicht nur auf andere, sondern auch auf bessere Zeiten. «Bisher reichte die Zeit nie, die blauen Kulissen der Nachrichtensendung umzubauen für die Sportsendung mit den orange-grünen Kulissen», sagt Geschäftsführer Marc Friedli. Die Folge: Die Sportsendung musste aufgezeichnet werden.

Chef-Kameramann Eligio Nucci erwartet mit dem grossen Studio eine spürbare Erleichterung. Der Umzug ins Mutterhaus bringt den Fernsehmachern Platz. In den Räumen, wo einst die Druckmaschinen der Zeitungen nächtlich ratterten, sind vier Kulissen aufgebaut. Für jede sind ein, zwei Dutzend Scheinwerfer installiert. Nach einem kurzen Schwenk kann die Kamera gleich die zweite Sendung live aufnehmen.

Vorerst arbeitet die Technik mit den gleichen Bildschirmen, Ton- und Bildanlagen wie bisher. Voraussichtlich werden Bild- und Tonqualität im kommenden Jahr auf das digitale Format 9:16 umgestellt.

Alles wird ruhiger

Wie die Mitarbeitenden von Radio Capital FM können sich die Fernsehleute in ein gemachtes Nest legen. Für die Zeitungsmacher hingegen geht eine lange, Leidenszeit zu Ende. «Wir haben gelitten», heisst es unisono auf der Redaktion der Berner Zeitung. Das Gebäude am Nordring wurde laufend umgebaut, Abteilungen zügelten mehrmals für einige Monate in andere Stockwerke, Staub lag in der Luft, doch das Schlimmste war der Lärm. «Während Monaten dröhnten die Bohrmaschinen vom Morgen früh bis zum Feierabend», berichten Redaktoren, Fotografen und Produzenten im ganzen Haus. Inzwischen hat sich der Staub gelegt, die Sicht ist klar – auch für die Mattscheibe. Alles wird besser.

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