Zum Hauptinhalt springen

Thalhammers Rücktritt mit Ansage

FDP-Stadträtin Alexandra Thalhammer tritt nach 2 1/2 Jahren im Parlament zurück. Sie hatte letztes Jahr mehr als jede zweite Sitzung verpasst.

Alexandra Thalhammer (links) war in den Berner Stadtrat nachgerutscht, nun legt sie ihr Amt selbst freiwillig ab (Archivbild/Adriana Bella)
Alexandra Thalhammer (links) war in den Berner Stadtrat nachgerutscht, nun legt sie ihr Amt selbst freiwillig ab (Archivbild/Adriana Bella)

Bei der FDP kommt es nach gut einem Viertel der Legislatur zum ersten Wechsel in der Fraktion: Alexandra Thalhammer tritt aus dem Parlament zurück und wird von Oliver Berger ersetzt. Thalhammer war Mitte 2015 nach­gerutscht und wurde zu einem Zeitpunkt Stadträtin, als sich auch ihre Karriere bei der Lobby­agentur Burson-Marsteller akzentuierte. «Ich musste mich zwischen Beruf und politischem Mandat entscheiden», sagt sie.

Es war ein Rücktritt mit ­Ankündigung: Als der «Bund» kürzlich die Präsenz im Stadtparlament analysierte, war Thalhammer diejenige mit den drittmeisten Absenzen: Von 45 Sitzungen im Jahr 2017 war sie ­gerade mal an 20 anwesend. Sie denke über einen Rücktritt nach, liess sie sich schon da zitieren. Die Lebens­gefährtin von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen hat in ihrer 21/2-jährigen Amtszeit gerade mal einen Vorstoss eingereicht, in dem sich die Läng­gassanwohnerin nach den Auswirkungen der Grossbaustelle Bahnhof auf ihr Quartier erkundigte.

Sie messe ihre Bilanz nicht nach Anzahl Vorstössen und Voten, sagt Thalhammer, die Mitglied der stadträtlichen Agglo­merationskommission war. Auch parteiintern habe sie sich eingebracht und viele FDP-Vorstösse unterstützt. «Zudem kritisiere ich, dass viele Vorstösse bloss der Selbstbeschäftigung des Parlaments dienen. Insofern habe ich mich vorbildlich verhalten.»

Ersetzt wird Thalhammer im Stadtrat durch Oliver Berger, laut Mitteilung der FDP der ehemalige Direktor der Stiftung Schweizer Jugend forscht. Er trete die Nachfolge im März an und werde «sukzessive in das Amt ein­geführt», so die FDP.

hae

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch