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Themen, welche Medienleute fesseln

Welche Berichterstattungen und welche Bilder haben die Gäste der BZ-Preisverleihung in diesem Jahr besonders bewegt?

Stadttheater-Intendant Marc Adam und Grossrat Christoph Stalder.
Stadttheater-Intendant Marc Adam und Grossrat Christoph Stalder.
Susanne Keller
Pietro Supino, Tamedia- Verwaltungsratspräsident (l.), mit BZ-Preisträger Max Dohner.
Pietro Supino, Tamedia- Verwaltungsratspräsident (l.), mit BZ-Preisträger Max Dohner.
Susanne Keller
Regierungsrat Christoph Neuhaus mit Lahor Jakrlin,  Creative Director Fruitcake Werbeagenturen (v. l.).
Regierungsrat Christoph Neuhaus mit Lahor Jakrlin, Creative Director Fruitcake Werbeagenturen (v. l.).
Susanne Keller
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Die Preisträgerinnen und Preisträger sind gekürt und mit ihnen eine ausgewählte Reihe spannender, qualitativer und bewegender Artikel und Bilder aus dem Schweizer Lokaljournalismus. Die Arbeiten haben Lob und Anerkennung verdient – für Gesprächsstoff, rote Köpfe oder feuchte Augen haben aber noch viele andere Berichterstattungen gesorgt. Die Gäste der diesjährigen BZ-Preisverleihung für Lokaljournalismus sprachen über Themen, die sie in den letzten Monaten persönlich am meisten berührt, geärgert oder belustigt haben.

«Keine Frage», antwortet die Berner FDP-Gemeinderätin Barbara Hayoz ohne zu zögern: «Mich haben die Artikel der letzten Tage rund um die Tragödie im Bärenpark sehr beschäftigt.» Das Schicksal des Tieres, das doch eigentlich am wenigsten Schuld treffe, berühre sie sehr. Gleichzeitig freue sie sich über die riesige Anteilnahme der Bevölkerung, «die natürlich mitunter das Resultat einer guten Berichterstattung ist». Marc Adam, Intendant des Berner Stadttheaters beschäftigte und beängstigte dieses Jahr das Thema Klimaerwärmung. «Wir haben in dieser Hinsicht sehr viel falsch gemacht», sagt er. «Als Vater mache ich mir natürlich grosse Sorgen um die Zukunft meiner Kinder.»

Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, könnte Dutzende Themen aufzählen, die er in letzter Zeit mit Interesse verfolgt hat. Allen voran nennt er die Schweinegrippe «eine Medienhysterie, die sich natürlich sehr negativ auf den Tourismus auswirkt». Die Negativmeldungen ärgern ihn, «sie sind eine unnötige Panikmache.»

Als gebürtiger Deutscher hat sich Martin Kall, CEO Tamedia AG, in den letzten Wochen eingehend mit dem Thema Mauerfall auseinandergesetzt. «Es ist sehr interessant, meine eigenen Erinnerungen mit dem zu vergleichen, was faktisch passiert ist und heute berichtet wird», sagt er. «Dass ich an diesem historischen Tag nicht nach Berlin gereist bin, bereue ich bis heute.» Seine Freundin habe ihn zwar mitschleppen wollen. Weil er gerade seinen ersten Job angefangen und Bammel vor dem Blaumachen hatte, entging ihm das Ereignis.

Roland Brand, Vorsitzender der Geschäftsleitung der BEA bern expo, setzte seinen Fokus im 2009 vor allem auf die lokalen Themen. Auf die Postfinance-Arena, die René Fasel, Präsident der internationalen Hockeyföderation, als total überschätzt betitelte und andere Themen, die die Gemüter der Bevölkerung erhitzten. «Ganz allgemein fasziniert es mich, dass einfache Äusserungen, die in den Medien gemacht werden, zu einer allgemeinen Aufregung führen können.»

Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino nennt eine konkrete Rubrik, an der er sich immer wieder erfreuen kann: «Die ‹Forum›-Seite der Berner Zeitung finde ich toll, sie bringt die Leserschaft der Redaktion näher.»

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