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Tötungsdelikt im Liebefeld: Gericht tagt im November

Ende November müssen sich zwei Männer vor Gericht für den Mord an einer jungen Slowakin im Liebefeld verantworten.

Die Tat rüttelte auf: Am 15.April 2008 wurde im Könizer Liebefeldquartier eine 31-jährige Slowakin auf dem Parkplatz vor ihrem Wohnhaus an der Hessstrasse ermordet. In ihrem Auto stach ein Mann mit einem Messer mehrmals auf die junge Frau ein. Aus eigenen Kräften konnte sich diese anschliessend in den Lift und in ihre Wohnung schleppen, wo sie dann verstarb. Wenig später in dieser Nacht alarmierte ihr Freund die Polizei.

Freund nicht geständig

Nun wird sich der 24-jährige Partner der Ermordeten selbst vor Gericht verantworten müssen. Laut Auskunft des Kreisgerichts Bern-Laupen ist der Prozess für die Zeit vom 23. November bis am 1.Dezember angesetzt. Untersuchungsrichter Hansueli Hadorn hat die Voruntersuchungen abgeschlossen. «Der Partner der Getöteten ist weiterhin nicht geständig», sagt er zu den Ergebnissen. Doch der Mann wurde schon wenige Tage nach dem Delikt verdächtigt, den Mord an seiner Lebensgefährtin in Auftrag gegeben zu haben. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Ausgeführt hat die Tat ein 20-jähriger Schweizer. Die Polizei hat ihn eine Woche nach der Tat festgenommen. Daraufhin hat er das Delikt gestanden. Gemäss seiner Version hat ihm der Freund der Getöteten den Auftrag gegeben. Er befindet sich laut Untersuchungsrichter Hadorn bereits seit längerem mit vorzeitigem Strafantritt in Haft.

Nichts zum Motiv

Beide Männer sind nun des Mordes angeklagt. Das heisst: Ihnen wird ein besonders skrupelloses und verwerfliches Tötungsdelikt vorgeworfen. Wieso die junge Frau sterben musste, bleibt weiterhin offen. Sie war schwanger. Kurz nach der Tat wurde spekuliert, dass dies ein?Motiv gewesen sein könnte. Er habe natürlich Aussagen gesammelt, sagt Untersuchungsrichter Hansueli Hadorn. Doch es sei Sache des Gerichtes, diese Informationen nun zu beurteilen.

Keine Unbekannten

Im Umfeld der Getöteten und der beiden Täter wurden in den letzten Monaten von?Polizei und Untersuchungsrichteramt umfangreiche Ermittlungen gemacht. Zahlreiche Personen aus Nachbarschaft, Bekanntenkreis und deren Familien wurden befragt.

Die beiden Angeklagten sind bei den Behörden keine Unbekannten. Sie sind bereits vorbestraft. Auch jetzt sind weitere Delikte zum Vorschein gekommen. Der geständige Täter muss sich auch wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz vor Gericht verantworten. Dem Freund der Getöteten werden auch Betrug, Urkundenfälschung, Militärdienstversäumnis sowie der Missbrauch einer Kreditkarte zu Last gelegt.

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