Zum Hauptinhalt springen

Trotz Vogelgrippe: Flamingos wieder im Freien

Die Flamingos im Dählhölzli dürfen nach über zweieinhalb Monaten im Glashaus wieder ins Freie – trotz Vogelgrippe. Der Platz im Glaushaus sei zu knapp gewesen.

Die Flamingos im Dählhölzli durften heute Donnerstag (2.2.2017) wieder ins Freie. Dies obwohl der Bund kürzlich die Massnahmen gegen die Vogelgrippe verlängerte.
Die Flamingos im Dählhölzli durften heute Donnerstag (2.2.2017) wieder ins Freie. Dies obwohl der Bund kürzlich die Massnahmen gegen die Vogelgrippe verlängerte.
zvg
Vorher hatten die Flamingos zweieinhalb Monate in einem Glashaus verbracht. Dort sei der Platz für 50 Tiere zu knapp geworden. Es sei absehbar gewesen, dass die rosa Vögel auf dem harten Boden Sohlengeschwüre bekommen hätten.
Vorher hatten die Flamingos zweieinhalb Monate in einem Glashaus verbracht. Dort sei der Platz für 50 Tiere zu knapp geworden. Es sei absehbar gewesen, dass die rosa Vögel auf dem harten Boden Sohlengeschwüre bekommen hätten.
zvg
«Wir beendeten die Massnahme, weil es keinen Sinn macht, Tiere zu schützen, und am Ende sind alle tot», sagte Bernd Schildger, der Direktor des Berner Zoos.
«Wir beendeten die Massnahme, weil es keinen Sinn macht, Tiere zu schützen, und am Ende sind alle tot», sagte Bernd Schildger, der Direktor des Berner Zoos.
Urs Baumann
1 / 3

Grosser Moment für die 50 Flamingos des Berner Tierparks Dählhölzli: Am Donnerstag durften sie nach zweieinhalb Monaten des Eingesperrtseins in einem Glashaus erstmals wieder ins Freie. Dies, obwohl der Bund kürzlich die Massnahmen gegen die Vogelgrippe verlängerte.

«Wir beendeten die Massnahme, weil es keinen Sinn macht, Tiere zu schützen, und am Ende sind alle tot», sagte am Donnerstag Bernd Schildger, der Direktor des Berner Zoos, auf Anfrage. Er ergänzte damit eine Mitteilung des Tierparks.

Ins Winterquartier genommen wurden die Flamingos Mitte November, nachdem in der Schweiz die ersten Fälle von Vogelgrippe aufgetreten waren. Damals nahm die Tierparkdirektion laut Schildger die Flamingos und Pelikane aus eigener Initiative ins Glashaus; dies in Absprache mit dem Kantonstierarzt. Das Glashaus dient diesen Vögeln bei sehr winterlichen Verhältnissen als Winterquartier.

Kein Platz für 50 Tiere

Nun hat die Tierparkdirektion erneut in Absprache mit dem Kantonstierarzt die Flamingos ins Freie entlassen. Der Grund sei gewesen, so Schildger, dass im Glashaus der Platz für die 50 Tiere knapp bemessen sei und der Boden hart. Es sei absehbar gewesen, dass die rosa Vögel auf diesem Boden Sohlengeschwüre bekommen hätten. Ein altes, geschwächtes Tier sei kürzlich deswegen gestorben.

«Man hat die Freude der Flamingos gespürt, als sie rausgelassen wurden», sagt Tierpflegerin Katia Tschanz zum Moment, als die Flamingos wieder zu ihrem Teich entlassen wurden. Der Tierpark hat diesen Moment auf seiner Internetseite in einem Video festgehalten.

Weniger Glück als die Flamingos haben die Pelikane: Sie bleiben vorerst wegen der vorbeugenden Massnahmen gegen die Verbreitung der Vogelgrippe in ihrem Glashaus. Doch haben sie dort mehr Platz als die Flamingos, so Schildger. Und in Quarantäne bleiben weiterhin die Enten und Gänse.

Der Bund hat am 25. Januar bekanntgegeben, die Massnahmen zum Schutz von Nutztieren gegen die Vogelgrippe würden bis Ende März verlängert. Ursprünglich waren die Massnahmen bis Ende Januar befristet.

SDA/ngg

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch