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Umbau der Migros Marktgasse verzögert sich stark

ie Migros geht bei ihrem Umbauprojekt für die Filiale an der Marktgasse über die Bücher. Und schiebt den Schwarzen Peter der Stadt zu. Der Stadtpräsident wehrt sich.

So sollte der Eingang an der Marktgasse dereinst aussehen.
So sollte der Eingang an der Marktgasse dereinst aussehen.
zvg
Auffällig ist der ovale Hof mit den Rolltreppen.
Auffällig ist der ovale Hof mit den Rolltreppen.
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Für den Umbau muss der bestehende Gebäudekomplex im Innenhof aus den 60er-Jahren komplett zurückgebaut werden.
Für den Umbau muss der bestehende Gebäudekomplex im Innenhof aus den 60er-Jahren komplett zurückgebaut werden.
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Die Migros Aare will ihre grosse Filiale an der Marktgasse für 75 Millionen Franken umbauen. Das hat sie im Februar 2018 bekannt gegeben. Der Plan sieht vor, die Ladenfläche zu reduzieren, zudem sollen ein Terrassenrestaurant und neue Innenhöfe das Einkaufserlebnis aufwerten. Im ersten Quartal 2020 wollte der Grossverteiler mit den Umbauarbeiten beginnen, um die neue Filiale im Jahr 2023 eröffnen zu können.

Doch die Migros ist arg in Verzug geraten. Am Donnerstag stellte sie klar: «An der Vision, die Liegenschaften zukunftsweisend zu gestalten, um den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen gerecht zu werden, hält die Migros Aare weiterhin fest.» Die Genossenschaft schreibt jedoch, dass «verschiedene neue Aspekte eine erneute und vertiefte Prüfung des Vorhabens verlangen». In der verklausulierten Mitteilung spricht sie von der «Prüfung neuer Anlieferungsmöglichkeiten» und «eingeschränkten Parkmöglichkeiten». Sprecherin Andrea Bauer sagt: «Ein wichtiger Aspekt ist das Thema Verkehr in der Innenstadt.»

«Die Genossenschaft Migros Aare wartet seit Dezember 2018 auf die definitive Zusage der Anlieferungszeiten.»

Andrea Bauer,Sprecherin Migros Aare

Die Genossenschaft warte seit Dezember 2018 auf die definitive Zusage der Anlieferungszeiten. Diese Zusage scheint sich aufgrund von Uneinigkeiten zwischen den Ämtern der Stadt Bern zu verzögern. Eine Zusage werde in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sein. Aktuell wird der Migros-Supermarkt täglich von 5 bis 16 Uhr mit circa 270 Paletten in rund 20 Fahrzeugen beliefert.

Stadtpräsident Alec von Graffenried und Gemeinderätin Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, nahmen am Donnerstag zu den Vorwürfen Stellung: «Wir sind erstaunt, dass die Migros Probleme mit der Anlieferung und den Parkierungsmöglichkeiten als Grund für die Verzögerung ihres Projekts nennt. Davon hören wir heute zum ersten Mal.» Den Behörden sei bewusst, dass die Anlieferungssituation in der Zeughausgasse für die Migros höchste Priorität habe. Der Migros habe man immer wieder Unterstützung angeboten, um das Projekt voranzutreiben. Im Raum stehen damit zwei entgegengesetzte Darstellungen.

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