«Umgeben von lauter Lieblingssachen»

Münsingen

Ausgewählte Blumen, Dekoelemente und freie Sicht in alle Himmelsrichtungen: Kathrin Blaser gefällt es auf ihrer Terrasse in Münsingen so gut, dass sie gar darauf verzichtet, in die Ferien zu fahren.

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Am Terrassenweg in Münsingen wurde eine neue Überbauung realisiert. Klare Linien, gelochte Balkongeländer und diskrete Brauntöne prägen das Bild. Hier, in einer der Wohnungen ganz zuoberst, hat sich Kathrin Blaser ihre Oase eingerichtet. Die 50-jährige Kleinkindererzieherin mag es gerne gepflegt, mit einem Hauch Romantik. «Mein Gartenzimmer» nennt sie den Terrassenplatz mit uneingeschränkter Sicht auf die Stockhornkette. Hier kann sie sich entspannen und den Abend bei Kerzenlicht ausklingen lassen. «Ich liebe die Berge, und der Ausblick hier ist grossartig», sagt sie.

Selber beschenkt

Im vergangenen Dezember hat Kathrin Blaser die Wohnung bezogen und sich zu ihrem fünfzigsten Geburtstag gleich noch selber beschenkt: Für die Gestaltung ihrer Terrasse zog sie eine Wohnberaterin bei. Zusammen mit der Fachfrau schaute sie genau hin, liess die Lichteinstrahlung auf sich wirken, lotete Sitzplätze aus. Entstanden ist ein eleganter Aussenraum mit verträumten Hinguckern. Da ist der verzierte Steintopf, dort der Sonnenschirmhalter mit Ornamenten aus Gusseisen, und überall stehen gläserne Teelichter.

Die Dekorationsgegenstände kaufte Kathrin Blaser in Boutiquen. Aber nicht nur: «Ich stöbere immer wieder gerne in Brockenstuben und auf Trödlermärkten herum.» Auf einem solchen Markt fand sie eine rostige Aufhängevorrichtung mit integriertem Kerzenhalter. «Rost kann schön sein, und ich fand, es passt hierhin.» Der Hintergrund bildet eine Wand aus Weiden. Sie kaschiert die Trennwand. «Es wäre eine etwas unterkühlte Atmosphäre, nur mit diesen gelochten Wänden», sagt die Naturliebhaberin.

«Lauter Lieblingssachen umgeben mich, was will ich mehr.»

Mit dem Weidengeflecht und der angrenzenden Blumenbank ist nun ein Platz entstanden, der den Blick auf sich zieht. Die Blumen präsentiert Kathrin Blaser pro Sorte in einem Topf. «So kommen sie gut zur Geltung», begründet sie. Als Gesamtes bilden sie eine farblich assortierte Ecke: Weiss-rosa Nelken konkurrenzieren sich mit violett-weissen Petunien, und Koniferen-Säulen rahmen die blühende Ecke ein.

Teilen mit Freunden

Auch wichtige Erinnerungsstücke fehlen auf der Terrasse von Kathrin Blaser nicht. Ein geklöppeltes Band der Urgrossmutter ziert nun ein Teelicht. Runde Steine von der Insel Elba passen bestens zum blechernen Servierteller. In die Ferien verreise sie dieses Jahr wohl nicht, sagt Kathrin Blaser. «Hier zwischen den Blumen finde ich die nötige Ruhe und Erholung für meine Seele.» Sie schaut zu den Hortensien und sagt: «Ich bin umgeben von lauter Lieblingssachen, was will ich mehr.»

Die Terrasse teilt sie gerne mit Freunden. Dann kocht sie – natürlich mit eigenen Kräutern, gewachsen in Töpfen auf der Terrasse – und deckt den massgefertigten Tisch mit viel Liebe zum Detail. «Ja, ich würde nur ungerne auf meine Terrasse verzichten», sagt sie nachdenklich. Für sie ist dieser Platz das Herzstück ihrer Wohnung. Sie nennt sie Oase und hat gleich noch die passenden Buchstaben dazu gekauft. Sie ergänzen sich – wie könnte es anders ein – ausgezeichnet mit den Steinen von Elba.

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