Unfall in Worb: Gutachten ohne neue Erkenntnisse

Worb

Im November 2011 soll ein 70-Jähriger einen zehnjährigen Schüler auf einem Fussgängerstreifen in Worb mit seinem Auto erfasst und tödlich verletzt haben. Nun hat das deutsche Bundeskriminalamt das Navigationsgerät des Rentners untersucht.

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Im November 2011 erfasste in Worb ein Auto auf einem Fussgängerstreifen einen zehnjährigen Schüler und verletzte ihn tödlich. Nun liegt ein Gutachten des deutschen Bundeskriminalamts zum Navigationsgerät im Auto des angeblichen Unfallverursachers vor. Die technische Untersuchung des Geräts durch die deutschen Spezialisten hat aber den Ermittlern keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bern bestätigte am Montag auf Anfrage eine entsprechende Mitteilung, die der angebliche Unfallverursacher am Wochenende der Nachrichtenagentur sda zukommen liess. Bei ihm handelt es sich um einen etwas über 70-jährigen Schweizer aus dem Kanton Bern.

Der Mann war nach dem tödlichen Unfall von Anfang November 2011 in Untersuchungshaft genommen worden. Er sagte seinerzeit, er sei zwar zur fraglichen Zeit alkoholisiert durch Worb gefahren und habe eine Erschütterung am Fahrzeug gespürt. Er sei aber nicht der Unfallverursacher.

Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft wird das Verfahren aber weitergeführt. Es kommt nun entweder zu einer Einstellung des Verfahrens oder zu einer Anklage. Die Staatsanwaltschaft gab im Dezember 2011 bei der Entlassung des Mannes aus Untersuchungshaft bekannt, vorbehältlich der noch ausstehenden technischen Auswertung werde sie den Mann anklagen.

Im Januar sagte ein anderer Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage, spätestens im Sommer werde das Verfahren abgeschlossen.

tag/sda

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