Zum Hauptinhalt springen

Uni Bern ehrt japanischen Stammzellenforscher

Der japanische Stammzellenforscher Yoshiki Sasai ist Träger des Hans-Sigrist-Preises 2013. Sasai nahm die mit 100'000 Franken dotierte Auszeichnung am Samstag am Dies academicus der Uni Bern entgegen.

Die Universität Bern ehrt den japanischen Stammzellenforscher Yoshiki Sasai.
Die Universität Bern ehrt den japanischen Stammzellenforscher Yoshiki Sasai.
Keystone

Der in Kobe tätige Stammzellenbiologe und Mediziner habe das sogenannte selbstorganisierende Prinzip des Gewebes entdeckt, schreibt die Universität Bern. Diese Entdeckung erlaube es, mittels Stammzellen komplexe dreidimensionale Strukturen im Reagenzglas nachzubilden.

Zu seinen weltweit beachteten Leistungen zählten nebst dem Wachstum der Netzhaut, die den Sehprozess im Auge steuert, auch das Wachstum perfekt organisierter dreidimensionaler Hirn- und Drüsenstrukturen. Für das Fachjournal «Nature» hat Sasai eine Art «grünen Daumen», wenn es darum gehe, Stammzellen zu komplexen Strukturen zusammenwachsen zu lassen.

Die Hans-Sigrist-Stiftung vergibt am Dies academicus jährlich die bedeutendste Ehrung der Universität Bern. Das Preisgeld kann der Gewinner im Rahmen des Forschungsziels nach freiem Ermessen verwenden.

Ehrendoktorate

Die Uni Bern verlieh am Dies academicus im Kultur-Casino auch sieben Ehrendoktortitel. So wurde die Historikerin Kathrin Utz Tremp geehrt, die mit ihrer Erforschung des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit die Geschichte des Christentums in der Schweiz wesentlich erhellt habe.

Der Heidelberger Politikwissenschaftler Manfred G. Schmidt erhielt die Doktorwürde unter anderem für seine Forschung zur Wirkung politischer Parteien. Der Australier Robin Gasser wurde geehrt, weil er die Grundlagenforschung bei tierpathogenen Parasiten revolutioniert habe.

Dr. honoris causa der Uni Bern können sich auch der US-Kunsthistoriker Jeffrey F. Hamburger und der britische Literaturhistoriker Nigel F. Palmer nennen. Die beiden Mediävisten verbänden ihr profundes historisches Wissen mit ausgereifter Methodik und luzider Darstellungskraft, heisst es in der Laudatio.

Die norwegische Sportwissenschafterin Kari Fasting machte sich einen Namen insbesondere mit ihrer Genderforschung. Die Dänin Eva B. Vedel Jensen hat die Stereologie entscheidend beeinflusst, die sich mit der Analyse und Interpretation geometrischer Objekte und Bilder befasst.

SDA/chh

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch