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Urs und Berna bringen keinen finanziellen Gewinn

Die Bärchen Urs und Berna locken Tausende zum Bärenpark. Finanziell rechnet sich dieser Ansturm aber nicht: Der Besuch des Parks ist kostenlos, in den Souvenirshop kamen bisher nur 10 Prozent der Bärenpark-Gäste.

Die Bärenbabies Berna und Urs beim Spielen.
Die Bärenbabies Berna und Urs beim Spielen.
zvg
Bärenmutter Björk  traut den ersten Kletterversuchen der Jungbären noch nicht.
Bärenmutter Björk traut den ersten Kletterversuchen der Jungbären noch nicht.
zvg
So, das wars mit dem Ausflug an der frischen Luft. Nun gehts zurück in die Höhle
So, das wars mit dem Ausflug an der frischen Luft. Nun gehts zurück in die Höhle
Urs Baumann
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250'000 Menschen haben seit der Eröffnung des Berner Bärenparks Finn und Björk in ihrem neuen Daheim besucht. Seit bekannt ist, dass die beiden Nachwuchs bekommen haben, verzeichnet man beim Bärenpark auch an sonst ruhigen Wochentagen Rekordbesucherzahlen.

Wäre der Bärenpark ein Zoo oder ein Museum, die Kassen würden klingeln. Doch der Eintritt ist frei, und der Ansturm rechnet sich finanziell gesehen nicht. Angesichts der fehlenden rund 10 Millionen für das Bauwerk, könnte die Stadt solche Einnahmen gut gebrauchen.

«Der Bärenpark ist keine rein kommerzielle Angelegenheit», sagt Tierparkdirektor Bernd Schildger. Bernerinnen und Berner sowie auswärtige Gäste hätten seit jeher freien Zugang zum Bärengraben gehabt. «Das sollte auch beim Bärenpark, dem neuen Wahrzeichen Berns, so bleiben.»

Shop besser signalisieren

Haupteinnahmequellen des Bärenparks sind darum die Führungen sowie der kleine Souvenirshop, der in den alten Stallungen im kleinen Bärengraben untergebracht ist. Der Laden wird allerdings von vielen Bärenpark-Gästen nicht wahrgenommen, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. Immer wieder kaufen Besucher Karten und Plüschbärchen nicht im offiziellen Shop, sondern am Kiosk neben dem Tourismusbüro. «Wir müssen sicher unseren Eingang noch deutlicher signalisieren», sagt Bärenshop-Leiterin Franziska Blaser. Ideen sind beim Bärenpark-Team vorhanden. Farbige Bärentatzen könnten den Weg in den Shop kennzeichnen.

«Hochsaison abwarten»

Betriebswirtschaftlich betrachtet sei die Lage des Souvenirshops «nicht die optimale Lösung», findet auch Tierparkchef Schildger. «Wir hatten aber räumlich und finanziell keinen grossen Spielraum.» Der Laden sei dort eingerichtet worden, wo dies mit vertretbarem Aufwand möglich war. Zirka 10 Prozent der Bärenpark-Besucherinnen und -besucher hätten bisher auch im Souvenirshop vorbeigeschaut und etwas gekauft, schätzt Agnese Bronzini, Leiterin Finanzen und Personal beim Tierpark. Das scheint auf den ersten Blick wenig zu sein. Doch die Finanzchefin relativiert: «Der Shop ist erst ein knappes halbes Jahr offen. Die Umsatzzahlen sind meiner Meinung nach zurzeit nicht aussagekräftig.» Man habe den Bärenpark und den Shop in der Tiefsaison eröffnet. «Wir müssen abwarten, wie das Angebot in der Hochsaison genutzt wird.»

Karten von Urs und Berna

Dank der beiden jungen Bärchen Urs und Berna hat die Hochsaison bereits begonnen. «Darauf wollen und müssen wir selbstverständlich reagieren», sagt Agnese Bronzini. Die ersten Ansichtskarten mit Björk, Urs und Berna sind im Druck und können bald im Souvenirladen gekauft werden. «Weitere Produkte mit den jungen Bären sind in Planung.»

Eisbär Knut kein Vorbild

Dass Urs und Berna allerdings ähnlich vermarktet werden wie «Knut», der berühmteste Eisbär der Welt, ist beim Tierpark Dählhölzli kein Thema: Bernd Schildger hat sich immer vehement gegen eine «Knutisierung» der Berner Bären gewehrt. «Wir wollen unsere Bären nicht vermenschlichen.» Dementsprechend sorgfältig werden auch die Souvenirartikel ausgewählt. «Die Produkte müssen Stil und einen Bezug zu unseren Bärenpark-Bären haben», betont Agnese Bronzini.

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