Zum Hauptinhalt springen

Vandalen-Akt: Tramchauffeur ist zurzeit arbeitsunfähig

Am Freitagmorgen kam es bei der Tramstation im Berner Weissenbühl zu einem Vandalenakt: Drei Unbekannte versprayten ein Tram und griffen den Fahrer mit einem Pfefferspray an.

Im Tramdepot von Bernmobil entfernen Markus Raemy und Herbert Boschung die Schmiererei.
Im Tramdepot von Bernmobil entfernen Markus Raemy und Herbert Boschung die Schmiererei.
Beat Mathys
Mit einer speziellen Chemikalie namens «Graffiti-Killer» und Putzlappen entfernten sie das Graffit.
Mit einer speziellen Chemikalie namens «Graffiti-Killer» und Putzlappen entfernten sie das Graffit.
Beat Mathys
Die drei Unbekannten ergriffen die Flucht.
Die drei Unbekannten ergriffen die Flucht.
Leserreporter
1 / 8

Am Freitagmorgen um 5.38 Uhr hätte das erste Tram von der Endhaltestelle Weissenbühl abfahren sollen. Doch drei Unbekannte verhinderten dies, wie eine Leserreporterin berichtet. «Innert 30 Sekunden haben sie das ganze Tram versprayt», erklärt sie gegenüber Redaktion Tamedia.

Eine andere Passagierin informierte den Chauffeur darüber. Als dieser intervenieren wollte, sprayten ihm die jungen Burschen Pfefferspray ins Gesicht.

Fahrer in Untersuchung

Die Täter seien schätzungsweise zwischen 13 und 15 Jahre alt gewesen. «Sie haben alles mit dem Handy gefilmt», schildert die Leserreporterin den Vorfall weiter. Danach hätten sie in unterschiedliche Richtungen die Flucht ergriffen.

Die Polizei sei 10 Minuten nach der Attacke eingetroffen, nachdem sie um 6.40 Uhr die Meldung erhalten haben. Ein Polizeisprecher bestätigt, dass drei Unbekannte involviert waren, die aber beim Eintreffen der Polizisten nicht mehr vor Ort waren. Genauere Angaben zu den mutmasslichen Tätern oder ihrem Alter sei derzeit ein Bestandteil der Ermittlungen.

Chauffeur musste ins Spital

Nach der Attacke war der Chauffeur nicht mehr fahrtüchtig. «Der Fahrer musste zur Kontrolle in die Augenklinik des Inselspitals», sagt Bernmobil-Sprecherin Annegret Hewlett. «Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Aber er ist zwei bis drei Tage arbeitsunfähig.»

Ein anderer Tramchauffeur fuhr das betroffene Tram 738 ins Depot am Eigerplatz. Dort machten sich Experten von Bernmobil sofort daran, die Sprayereien zu entfernen. «Wenn man mit der Reinigung zu lange wartet, frisst sich die Sprayerei in die Farbe des Trams ein», sagt Bernmobil-Autolackierer Markus Raemy.

Mit einer speziellen Chemikalie namens «Graffiti-Killer» und Putzlappen entfernte er zusammen mit Herbert Boschung das hässliche Graffiti: «Wenn wir zu lange gewartet hätten, hätte man das Graffiti wegspritzen müssen.»

Danach hätten die Bernmobilmitarbeiter die Farbe abschleifen und das Tram neu lackieren müssen. «Das wäre sehr aufwendig und teuer geworden», sagt Raemy. Trotz der schnellen Reaktion schätzt Bernmobil die Kosten auf rund 1000 Franken.

Chauffeure sind geschult

Zum Glück komme es laut Bernmobil sehr selten zu solchen Vorfällen. «Die Mitarbeiter sind geschult. Sie sollen sich nicht provozieren lassen», sagt Hewlett. Weniger glimpflich verlief eine Attacke Anfang April in Biel. Damals ging ein Schwarzfahrer mit einem Küchenmesser auf eine Kontrolleurin los. Die Frau wurde schwer verletzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch