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Velobrücke: Bern Nord will offene Planung

Die Quartierkommission verlangt, dass beim Wettbewerb für die Berner Velobrücke nicht zu enge Vorgaben gemacht werden. Das könnte bedeuten, dass das Chalet Casaluci doch wieder gefährdet ist.

Bald ist beim Thema Velobrücke zwischen Breitenrain und Länggasse wieder der Stadtrat am Zug. Er wird über eine Erhöhung des Projektierungskredites auf 1,95 Millionen Franken befinden. Schon jetzt ist eine Jury daran, die Vorgaben für den Wettbewerb zu definieren, in dessen Rahmen konkrete Projekte für die Hochbrücke zwischen Polygonstrasse und Innerer Enge ermittelt werden sollen.

Bevor über den Kredit diskutiert und der Wettbewerb gestartet wird, meldet sich noch einmal der Dialog Nordquartier, die Quartierkommission des Stadtteils, zu Wort. In einem Brief an die Mitglieder der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) verlangt das Quartier, den Wettbewerb möglichst offen zu gestalten. Dies bestätigte Dialog-Vorstandsmitglied Manfred Leibundgut am Mittwoch auf Anfrage. «Ein Wettbewerb muss Planern möglichst viel Spielraum lassen», begründet er. «Wenn die Vorgaben hingegen zu eng sind, können sich die Wettbewerbsteilnehmer von Anfang an nur noch mit technischen Details befassen. Dadurch wird eine Teilnahme un­interessant, und es gibt weniger Eingaben.»

«Verschiebungen prüfen»

Leibundgut stellt klar, dass der Dialog nicht darauf zielt, den ­Variantenfächer noch einmal grundsätzlich zu öffnen. «An den beiden Verbindungspunkten, insbesondere beim Zugang Polygonstrasse, müssen aber räumliche Verschiebungen in der Höhe oder in der Breite noch möglich sein.»

Wenn PVS und Stadtrat dies gleich sehen, dürfen sich an der Polygonstrasse einige Hauseigentümer wieder Hoffnungen machen – und andere geraten wieder in Bedrängnis. Ob etwa das Chalet Casaluci, das der ersten «Bestvariante» der Verwaltung im Weg gestanden wäre, damit wieder zum Thema würde, will Leibundgut nicht beurteilen. Es gehe dem Dialog ja eben ge­rade darum, solche Fragen offen anzugehen, sagt er.

BZ/hae

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