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VonRoll-Kraftzentrale wird Musikhaus der Pädagogischen Hochschule

Auf dem Gelände des ehemaligen VonRoll-Werks im Berner Länggassquartier kann ein neues Musikhaus für die PH Bern gebaut werden. Der Grosse Rat hat knapp 14 Millionen Franken für den Umbau bewilligt.

Auf dem vonRoll-Areal wurden bereits Institutsgebäude der Uni Bern errichtet.
Auf dem vonRoll-Areal wurden bereits Institutsgebäude der Uni Bern errichtet.
Beat Mathys

Die Kraftzentrale des ehemaligen VonRoll-Werks im Berner Länggassquartier kann zu einem Musikhaus der Pädagogischen Hochschule Bern umgebaut werden. Der bernische Grosse Rat hat am Mittwoch für den Umbau 13,82 Millionen Franken bewilligt.

Das Geschäft war völlig unbestritten und gab nicht zu reden. Diskutiert wurde hingegen über einen Antrag der EVP-Fraktion, den Kredit durch Beschränkung «auf das absolut Notwendige» auf 13 Millionen Franken zu senken.

Die EVP wolle damit einen Beitrag zum Sparen leisten, sagte ihr Sprecher Markus Wenger im Rat. Das Votum kam aber schlecht an: Aus den anderen Fraktionen hiess es durchwegs, das sei ein unüberlegter Vorstoss, ein «Hüftschuss» (Roland Näf, SP/JUSO/PSA, und Fritz Freiburghaus, SVP).

Die Finanzkommission sei vor Ort gewesen und habe sich das Projekt zeigen lassen, wurde mehrfach gesagt. Da gebe es nichts Überflüssiges. Auch die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte, der Kanton habe «sehr kostenbewusst budgetiert».

Schliesslich entschied sich der Rat mit 130 zu 18 Stimmen für den von der Regierung beantragten Kredit und gegen die EVP. Diese hatte lediglich die EDU-Fraktion und ein paar weitere einzelne Grossräte für ihr Anliegen begeistern können, wie auf der Abstimmungstafel sichtbar war.

Kanton spart durch Umbau Mietkosten

Die im Inventar der städtischen Denkmalpflege als erhaltenswert eingestufte Kraftzentrale wurde laut Parlamentsunterlagen von 1899 bis 1920 durch die Firma vonRoll errichtet. Während der industriellen Nutzung des Areals diente das Gebäude ausser als Kraftzentrale auch als Werkstattgebäude.

Laut Parlamentsunterlagen kann der Kanton nach dem Umbau und der Renovierung des Gebäudes anderswo Mietflächen abgeben und spart so jährlich rund 200'000 Franken.

SDA/tag

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