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Wattenwil: Ärmste Gemeinde

Das Armenhaus der Schweiz heisst Wattenwil. Zu diesem Schluss kommt «Die Weltwoche». Der Gemeindepräsident wehrt sich.

Gemäss einer Rangliste der «Weltwoche» ist Wattenwil die ärmste jener Gemeinden im Land, die mehr als 2000 Einwohner haben. Wattenwils Gemeindepräsident André Bähler kann die Einstufung nicht nachvollziehen. «Sicher, wir sind nicht auf Rosen gebettet und haben mit 1658 Franken pro Person und Jahr tatsächlich keinen grossen Steuerertrag. Aber wir verhalten uns entsprechend und funktionieren als Gemeinde gut.»

Die Schulden betragen derzeit acht Millionen Franken. Für eine Gemeinde dieser Grösse sei das aber nicht aussergewöhnlich. Die Rechnungen hätten in den letzten Jahren besser geschlossen als budgetiert. Ein weiteres Merkmal armer Gemeinden sind hohe Sozialausgaben. «Bei uns werden circa 40 Personen von den Sozialdiensten unterstützt.» Das entspricht 3 Personen auf 200 Einwohner. Ein weiterer Fakt, der gegen die Armenhaus-These spreche, sei das Geld, das Wattenwil aus dem Finanzausgleich beziehe. Wenn es um die Gemeinde so schlecht bestellt wäre, müsste der Betrag höher ausfallen. «Wir sind glücklich und haben eine hohe Lebensqualität», resümiert André Bähler.

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