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Weniger Missbrauchsfälle bei günstigen Wohnungen

Die jährliche Überprüfung der Mietverhältnisse zeigt Wirkung: Nur noch bei 14 von 417 von Immobilien Stadt Bern kontrollierten Mietern bestand kein Anrecht auf günstigen Wohnraum.

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Günstiger Wohnraum nur für jene Menschen, die darauf angewiesen seien. Aus diesem Grund überprüft die Stadt Bern jährlich die Mietverhältnisse in städtischen Wohnungen.
Günstiger Wohnraum nur für jene Menschen, die darauf angewiesen seien. Aus diesem Grund überprüft die Stadt Bern jährlich die Mietverhältnisse in städtischen Wohnungen.
Andreas Blatter

Die Zahl der Mieter, die zu Unrecht von vergünstigtem Stadtberner Wohnraum profitieren, ist weiter rückläufig. Zu diesem Schluss kommt Immobilien Stadt Bern (ISB), wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte.

417 Mietverhältnisse wurden in diesem Jahr überprüft. Nur in 14 Fällen kam ISB zum Schluss, dass kein Anrecht mehr auf «Günstigen Wohnraum mit Vermietungskriterien» (GüWR) besteht.

Manche Mieter hielten die Kriterien der Stadt nicht mehr ein, weil ihr Einkommen gestiegen ist. Andere wohnten wegen Trennungen, Todesfällen oder ausgezogenen Kindern plötzlich in zu grossen Wohnungen. Die Stadt Bern fordert die zu Unrecht bezogenen Mietzinsrabatte zurück. Dabei geht es für das laufende Jahr um insgesamt 15'471 Franken.

Weniger Missbrauchsfälle

Die jährliche Überprüfung der Mietverhältnisse zeigt laut Gemeinderat Wirkung. 2013 kam in 41 Prozent der Fälle zum Vorschein, dass die Mieter gar keinen Anspruch auf vergünstigten Wohnraum hatten. 2015 waren es noch 11 Prozent, letztes Jahr noch knapp 6 Prozent.

Immer öfter melden sich Mieter bei ISB, um die Anspruchsberechtigung überprüfen zu lassen. Der Gemeinderat begrüsst die Sensibilisierung der Mieterschaft: Sie diene dem sozialpolitischen Ziel, günstigen Wohnraum jenen Menschen zur Verfügung zu stellen, die darauf angewiesen seien.

(SDA)

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