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Weshalb wir YB trotz allem lieben

Samstagabend um 19.45 Uhr geht die Fussballsaison 2013/2014 los – mit dem Klassiker YB gegen Sion. Obschon YB-Fans seit langem untendurch müssen, halten sie den Gelb-Schwarzen die Treue. An dieser Stelle erzählen BZ-Redaktoren eine Anekdote von ihrer Beziehung zu YB.

Young Boys Fussball-Fan Fabian Sommer.
Young Boys Fussball-Fan Fabian Sommer.
zvg
Ohne Schal aus Angst vor Hooligans:  BZ-Redaktor Tobias Habegger (links) 1998 vor dem YB-Match in Lugano.
Ohne Schal aus Angst vor Hooligans: BZ-Redaktor Tobias Habegger (links) 1998 vor dem YB-Match in Lugano.
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Junger YB-Fan Sport-Redaktor Peter Gerber.
Junger YB-Fan Sport-Redaktor Peter Gerber.
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Wer wie ich vor 15 Jahren nach Lugano an einen YB-Match in der Nationalliga B reiste, sitzt auch heute Abend gegen Sion im Wankdorfstadion. Der schlechte Tabellenstand oder fehlende Titel waren für mich nie ein Grund, auf YB-Spiele zu verzichten.

Es war im Frühling 1998. Ein letzter Sieg am letzten Spieltag trennte YB vom Aufstieg in die Nationalliga A. Es gab nur ein Problem: YB-Fans waren damals in Lugano etwa so gerne gesehen wie heutzutage Polizisten auf dem Reitschulvorplatz in Bern. Zu viert fuhren wir ins Tessin. Mit einem Schal des Hockeyclubs Lugano im Gepäck, den wir gut sichtbar im Auto platzierten. Auf diese Art, so hofften wir, würden uns die berüchtigten Tessiner Hooligans trotz Berner Kennzeichen nicht in Stücke reissen. Die Hooligans warteten vor dem Stadion. Einer hatte einen Kampfhund dabei. Ich machte mir fast in die Hosen, als wir mit gespielter Unbekümmertheit den Schlägertrupp passierten. Es waren etwa zwanzig – sie hatten aber glücklicherweise kein Interesse an einer Konfrontation mit uns. Leider tauchten Gewaltbereite kurz darauf auch auf Berner Seite auf. Als die Schlägereien losgingen, sassen wir neben Stumpen rauchenden Tessinern auf der Haupttribüne und tranken Bier.

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