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Wettbewerb hat sich verschärft

Der Wettbewerb unter den Schweizer Hochschulen verschärft sich weiter. Trotzdem habe die Universität Bern ein gutes Jahr hinter sich, sagte deren Rektor Martin Täuber.

Rektor Martin Täuber verlangt eine bessere Wahrnehmung der Universitätt Bern durch die Politik.
Rektor Martin Täuber verlangt eine bessere Wahrnehmung der Universitätt Bern durch die Politik.
Walter Pfäffli

Am Samstagmorgen ging es herrschaftlich zu und her im prunkvollen Saal des Kultur-Casinos in Bern. Das Berner Bürgertum hatte sich fein gemacht und war zahlreich erschienen. Das Orchester der Uni Bern spielte «The Imperial March», bekannt aus dem Film «Star Wars». Und die Professoren hatten zur Feier des Tages ihre schwarzen Talare umgehängt. Die Universität Bern hatte zu ihrer alljährlichen «Geburtstagsfeier», dem Dies academicus, geladen. An der 179.Stiftungsfeier sind wie üblich mehrere Ehrendoktorwürden und Preise verliehen worden. Doch zuvor wurde die Wichtigkeit der Uni Bern unterstrichen.

Mehr Forschungsmittel, mehr Studierende: Die Universität müsse von der Politik besser wahrgenommen werden. Rektor Martin Täuber machte in seiner Begrüssungsrede klar: «Der Wettbewerb unter den Schweizer Universitäten hat sich vergangenes Jahr weiter verschärft.»

Gefahren des Sponsorings

Wie reagiert der Rektor der Universität Bern, wenn der Wettbewerb unter den Unis durch Spenden von Unternehmen beeinflusst wird, wie dies kürzlich in Zürich geschehen ist? Dort spendete die UBS 100 Millionen Franken an die Universität. Finanzielle Unterstützung von Privaten berge natürlich potenzielle Gefahren, warnte Täuber in seiner Rede. Aber auch die Universität Bern könne die Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen nicht a priori verneinen. Eine solche Zusammenarbeit sei heutzutage unverzichtbar, bedinge aber klare Richtlinien. Darum sei die Uni Bern bemüht, so transparent wie möglich zu handeln.

Bern unter den Top-200-Unis

Dass die Bildung nicht privatisiert und den Profitinteressen von Unternehmen untergeordnet wird, dafür zeichnet auch Berns Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) verantwortlich. «Obwohl im internationalen Ranking nach hinten gerutscht, gehört Bern immer noch zu den 200 besten Universitäten der Welt», sagte Pulver in seiner Rede im Kultur-Casino. Auf der neusten Rangliste der weltbesten Universitäten ist aber die ETH, und nicht die Uni Bern in die Top 20 vorgerückt. «Mit den Milliardenbeiträgen, welche die ETHs erhalten, wäre aber Bern auch vorne dabei», erklärte der Regierungsrat. Zum Vergleich: Die Uni Bern erhielt vergangenes Jahr 220 Millionen Franken an Drittmitteln. Für den Erziehungsdirektor ist klar: «Die Höhe des öffentlichen Beitrags hat direkten Einfluss auf die Platzierung der Uni in solchen Rankings.»

2013 sei ein gutes Jahr für die Universität Bern gewesen, sagte Rektor Martin Täuber. Die Anzahl Studierender wuchs weiter an und hat die 16000er-Marke überschritten. Und auch die Drittmittel stiegen um über vier Prozent an. Das Ziel sei darum klar: Die Uni Bern wolle auch weiter hervorragende Forschung betreiben. Als herausragend lobte der Rektor die beiden Schwerpunkte «Klima» und «Nord-Süd». In diesen Forschungssparten seien die Berner führend und würden über ein grosses Netz von globalen Partnerschaften verfügen.

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